von BobbyRib » Mo Jan 05, 2026 2:21 pm
Der vergessene Altar
In der Tiefe eines Waldes, dessen Ruhe und Vielfalt selten von eines Menschen Fuss gestört wird, liegt, an einer Stelle, an die nur selten das rote Licht der Dunkelsonne dringt, vergessen und längst von Moos und Ranken überwachsen, die Ruine eines vergessenen Tempels. Es ist die letzte Ruhestätte einer ebenso vergessenen Gottheit.
Eine ...Hand oder Kralle oder Pranke - so genau lässt sich das im düsteren Zwielicht des dichten Waldes nicht sagen - rollt einen Stein beiseite. Ein gewundener Gang, tiefer in Spiralen hinab führend, am Ende nach gewissen Hindernissen das Ziel: Ein sechseckiger Raum, mit einem sechseckigen Altar, dem nichts von der Zerstörung des Tempels an der Oberfläche anzumerken ist.
Ein Opfer wird dargebracht: Eine aus besonderen Zweigen und Blüten geflochtene Krone, im Winter keine einfache Aufgabe, etwas Salz aus der Ferne, etwas Wasser aus der Nähe, etwas Öl aus den Steinen, ein Tropfen Blut, von was oder wem auch immer.
Eine Gebet erklingt, mit fast schon gesungenem Tonfall. Am Ende die Worte des Rituals: "Wenn du helfen kannst, hilf. Wenn nicht, halte durch. Deine Zeit wird wiederkommen."
Vielleicht wurde es nicht erhört, aber gehört wurde es.
[b]Der vergessene Altar[/b]
In der Tiefe eines Waldes, dessen Ruhe und Vielfalt selten von eines Menschen Fuss gestört wird, liegt, an einer Stelle, an die nur selten das rote Licht der Dunkelsonne dringt, vergessen und längst von Moos und Ranken überwachsen, die Ruine eines vergessenen Tempels. Es ist die letzte Ruhestätte einer ebenso vergessenen Gottheit.
Eine ...Hand oder Kralle oder Pranke - so genau lässt sich das im düsteren Zwielicht des dichten Waldes nicht sagen - rollt einen Stein beiseite. Ein gewundener Gang, tiefer in Spiralen hinab führend, am Ende nach gewissen Hindernissen das Ziel: Ein sechseckiger Raum, mit einem sechseckigen Altar, dem nichts von der Zerstörung des Tempels an der Oberfläche anzumerken ist.
Ein Opfer wird dargebracht: Eine aus besonderen Zweigen und Blüten geflochtene Krone, im Winter keine einfache Aufgabe, etwas Salz aus der Ferne, etwas Wasser aus der Nähe, etwas Öl aus den Steinen, ein Tropfen Blut, von was oder wem auch immer.
Eine Gebet erklingt, mit fast schon gesungenem Tonfall. Am Ende die Worte des Rituals: [i]"Wenn du helfen kannst, hilf. Wenn nicht, halte durch. Deine Zeit wird wiederkommen."[/i]
Vielleicht wurde es nicht erhört, aber gehört wurde es.