Die ALMAKAN - Magierakademie in Silur

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Merhan
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Re: Die ALMAKAN - Magierakademie in Silur

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In welchem Alter treten Schüler in die ALMAKAN ein?

Das ist unterschiedlich. Die auf dem Gelände der ALMAKAN lebenden Kinder, der Nachwuchs von Magistern, Scholaren und mundanen Beschäftigten beginnen mit dem Unterricht, nachdem ihr vorgesehener Lehrer und ihre Eltern gemeinsam zum Schluss gekommen sind, dass das Kind reif für die schulische Ausbildung ist, welche dann mit dem Jahreswechsel beginnt, üblicherweise zwischen dem fünften und siebten Lebensjahr. In dieser Phase nennt man sie Eleven. Kinder aus anderen Siedlungen Silurs werden grundsätzliche Bildungsinhalte in der Regel von Eltern, Priestern, Druiden oder Hausmagiern vermittelt. Sie beginnen ihre Ausbildung im Alter von neun bis elf Jahren und leben dann als Internatsschüler hier. Sie und die Kinder der ALMAKAN werden jetzt als Scholaren bezeichnet. In diesem Alter beginnt bei gegebener Begabung auch die Zauberausbildung. Doch nicht nur Kinder und Jugendliche, auch Erwachsene, ja Greise lernen an der ALMAKAN, wobei sie häufig das Lernen mit der Tätigkeit als Lehrer verbinden. Wir glauben an das Prinzip des lebenslangen Lernens, dem sich auch die Lehrer verpflichten. Diese werden als Magister angeredet.
Merhan
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Re: Die ALMAKAN - Magierakademie in Silur

Beitrag von Merhan »

Wie werden Scholaren, Eleven und neue Magister an die ALMAKAN aufgenommen?

Das geschieht zum Jahreswechsel, am ersten Tag der Traumtage, in einer gemeinsamen Feier in der Aula, mit Prunk und Ehrerbietung, dass der Tag allen Beteiligten in Erinnerung bleibt. Denn die Ausbildung an der ALMAKAN ist ein wichtiger, den Schüler prägenden Lebensabschnitt. Es soll magische Traditionen geben, in denen Zaubermacht durch eine Initiation überhaupt erst erlangt werden kann. In der Tradition Silurs hingegen nimmt man Zaubermacht als gegeben an und konzentriert sich darauf sie zu schulen. Vor der Aufnahmezeremonie erhalten Scholaren und Eleven eine festliche Robe, dass sie angemessen gekleidet an der Feier teilnehmen können. Bei der Feier wird ihnen ihr Zauberstab überreicht, den sie zuvor ausgesucht und erworben haben, der bis dahin allerdings von der ALMAKAN verwahrt worden ist. Neue Magister werden anschließend vom Magister Magistri, dem Leiter der Akademie vorgestellt und um eine Demonstration ihres Könnens gebeten. Anschließend gürtet er sie mit dem Weidra, der Gürtelschnalle der Kheitara des Rotkatta, dem Bund der Lehrer unserer Schule.
Merhan
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Re: Die ALMAKAN - Magierakademie in Silur

Beitrag von Merhan »

Sie sprechen von Roben. Gibt es eine Kleiderordnung an der ALMAKAN?

Eine verpflichtende Kleiderordnung gibt es nicht. Eine bestimmte Kleidung ist zwar üblich, diese Tradition wird aber gerne abgewandelt, denn beide, Silurer und Magier neigen zur Individualität. Gemeinhin tragen Eleven, Scholaren und Magister eine bodenlange Robe, gehalten von einem breiten Gürtel mit dem Weidra, zugleich schmückenden Gürtelschnalle und Standesabzeichen der silurischen Tracht und einen Spitzhut mit breiter Krempe. Bei entsprechenden finanziellen Möglichkeiten ist die Robe aus edlem Stoff und farbig bestickt, gerne mit Symbolen, welche die Profession des Trägers abbilden. Die Roben von Aimatos, unserem Magister Sanguinis, dem Magisters des Blutes sind rot, mit einem Muster goldener Tropfen. Die von Nik Arnen, unserem Magister Mutatio, der Verwandlungen in Tiergestalten lehrt zeigen auf grünem Grund silberne Tierstickereien, die von Fjäril Krieger, unserem Magister Draconaris selbstverständlich Drachen. Sehr traditionsbewusste Magister tragen schlichtes schwarz. Bieler Blau ist die verbreitete Farbe der Kleidung Silurs, Roben in dieser Farbe sind preiswert und die übliche Tracht von Eleven und Scholaren. Als „Blauer Magier“ wird verspottet wer in seinem Fache nicht erfolgreich und nicht zu Wohlstand gekommen ist. Die Farbe des Hutes wählt man gerne passend oder kontrastierend zur Robe. Bei Mitgliedern der Hohen Kheitara vom Graulemuren der Magier Silurs zeigt das Weidra natürlich diesen grauen Affen, ihr Symboltier, ein Weidra mit einem Rotkatta weist den Träger als Angehörigen des Lehrkörpers der ALMAKAN aus. Robe und Hut schützen gut vor den in Silur oft plötzlich einsetzenden Regenschauern, der winterlichen Kälte in den Studierstuben und den in der Alchemie wohl unvermeidlichen Säurespritzern. Das Barfußgehen ist unter Silurischen Magiern verbreitet, es erleichtert den Kontakt zu den Adern Denas, Strömen magischer Energie im Untergrund. Birgt man sitzend die nackten Füße im Umschlag oberhalb des Saumes werden auch sie von der Robe gewärmt. Andererseits zwingt die Robe den Träger zum würdevollen Schreiten. Zum schnellen Gehen muss die Robe hochgehalten werden, „Mit gereffter Robe“ beschreibt unter Magiern sinnbildlich, dass etwas zügig geschehen muss. Die Robe verhüllt der Körper bis auf das Gesicht. Sie mag populär sein, weil sie den Geist vor Ablenkung durch den Anblick des bloßen Körpers schützt und das greisenhafte Aussehen des Alters verbirgt, das oft erreicht werden muss, ehe Studien abgeschlossen sind und Erfolg eintritt. Im Gegensatz sind unter Scholaren gewagt geschnittene Roben populär geworden, welche die Schönheit der Jugend zeigen, kurze Oberteile, die Bauch und Rücken frei lassen und von beiden Geschlechtern mit bodenlangen Röcken kombiniert werden. Gerne getragen werden auch ärmellose oder hoch geschlitzte Roben, die Armen und Beinen mehr Beweglichkeit gestatten und weite oder tiefe Ausschnitte, die breite Schultern entblößen oder Dekolleté zeigen. Modischer Vorreiter ist, wie in anderen Dingen auch, das Scholarenhaus Junge Almakan.
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