Die ALMAKAN - Magierakademie in Silur

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Merhan
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Re: Die ALMAKAN - Magierakademie in Silur

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Wann gilt die Ausbildung an der ALMAKAN als abgeschlossen?

Die Ausbildung in den mundanen Fächern ist nicht reglementiert ist und gilt als absolviert, wenn ein Absolvent der Meinung ist ausreichend gelernt zu haben oder die ALMAKAN meint ihm alles notwendige oder hier verfügbare Wissen seines Faches vermittelt zu haben. Hingegen gibt es ein Mindestmaß an Zauberfertigkeiten, die ein hier ausgebildeter Magier beherrschen muss. Als angemessen gilt die Fähigkeit, am Tage zwei Zauber des ersten Grades wirken zu können und drei Zaubertricks zu beherrschen sowie ein eigenes Zauberbuch geschrieben zu haben, das sechs Zauber des ersten Grades enthält. Da sich aber die ALMAKAN mit der Idee des lebenslangen Lernens auch dem Prinzip der lebenslangen Ausbildung verschrieben hat sind Absolventen stets willkommen hier ihre Ausbildung zu vervollkommnen, ihre Kenntnisse zu vertiefen, neue mundane Fächer zu erlernen oder als Magier ihr Arsenal an Zaubern abzurunden und einen höheren Grad ihrer Profession zu gewinnen.
Merhan
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Re: Die ALMAKAN - Magierakademie in Silur

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Wie endet die Ausbildung?

Am letzten Tag der Traumtage findet das Fest zur Verabschiedung der Absolventen statt. Damit folgt sie der Aufnahmefeier der neuen Scholaren am Beginn der Zeit des Jahreswechsels. Dank für die gebotene Ausbildung und Applaus für den erfolgreichen Abschluss der Scholaren prägt das Ereignis. Sie erwarten besondere Ehrungen: Ihnen wird die Bürgerschaft Silurs angeboten und wahlweise die Mitgliedschaft in der Hohen Kheitara vom Graulemuren, dem Bund der Magier Silurs oder der Kheitara des Katzenkauzes der Gelehrten, auch wenn sie nicht aus Silur stammen, unterschwellig verbunden mit der Hoffnung Silurs fertige Magier und Gelehrte vom Bleiben zu überzeugen. Ihr Name wird auf Ehrentafeln entlang des Weges zwischen dem Turm der Innenwelt und dem Durchgang zum Zentralplatz festgehalten. Gelehrte erhalten wie Magier einen Siegelring, mit dem sie ihre Korrespondenz als Absolventen unserer angesehenen Akademie kennzeichnen. Üblicherweise überreichen die Absolventen der ALMAKAN ein Geschenk, ein kopiertes oder selbst verfasstes Buch, ein gefundenes oder erschaffenes Artefakt oder Geld, als Dank für die geleistete Ausbildung, die ja kostenfrei ist, auch wenn nun zum Abschluss natürlich der Druck gegeben ist bei diesem Anlasse vor aller Augen etwas Angemessenes zu überreichen. Nur Magiern werden mit einem Zauber die Augenbilder gestochen, das Zeichen der ALMAKAN im Weiß des linken, das Zeichen des Jahres ihres Abschlusses im Weiß des rechten Augapfels. Die Symbole sind unauffällig, aber dauerhaft wie Hautbilder und vor einer Person, die mit dieser Praxis vertraut ist kaum zu verbergen. Die ALMAKAN hat Magier ausgebildet und ihnen eine Macht verliehen, gegen die Nichtmagier oft wehrlos sind. Ein Magier soll offen, das heißt durch seine Tracht kenntlich auftreten. Aber auch wenn er sich dieser Pflicht entzieht können Ermittler, gerade in Reichen, in denen Magie nicht verbreitet ist einen Magier der ALMAKAN wegen seiner Augenbilder finden, wenn sie als Ursache eines üblen Ereignisses Magie vermuten. Die Akademie selber sieht sich verpflichtet für die Taten ihrer Absolventen einzustehen, war sie es doch, die ihnen große Macht verliehen hat.
Merhan
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Re: Die ALMAKAN - Magierakademie in Silur

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Welche Karrieren stehen einem ausgebildeten Gelehrten, einem fertigen Magier offen?

Aufgabe von Gelehrten ist es, Wissen zu sammeln und bereit zu halten, jenen Rat zu geben, die Fragen haben und die folgende Generation zu unterrichten. Für Magier sind es im wesentlichen drei Tätigkeitsfelder, in denen sie nach ihrer Ausbildung an der ALMAKAN arbeiten. Hofmagier werden von Herrschern, Hausmagier von Adeligen oder wohlhabenden Personen beschäftigt, um in Kämpfen oder Konflikten zu unterstützen, durch Hellsicht Wissen über Gegner oder Verdienstmöglichkeiten zu sammeln, Gefahren magischer Natur abzuwenden und um magische Gegenstände zu bewerten oder bereitzuhalten, den Nachwuchs zu unterrichten und Magietalente der kommenden Zauberergeneration zu finden. Als Gelehrte und Lehrer, vor allem natürlich der Magie arbeiten viele ehemalige Schüler heute an der ALMAKAN, aber auch an anderen Zauberschulen oder für Institutionen, die Bedarf an magischem Können und Wissen haben. Besonders viele Absolventen der ALMAKAN schlagen eine Karriere als Abenteurer ein. Auf diese Stellung bereitet unsere Akademie Schüler im Besonderen vor, dafür ist sie nicht nur eine Ausbildungsstätte, dafür sie ist ein Ort, an dem Gefahren und Abenteuer auf Eleven und Scholaren, ja sogar auf die Magister warten.
Merhan
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Re: Die ALMAKAN - Magierakademie in Silur

Beitrag von Merhan »

Nach einigen zusammenhängenden & fertigen Beiträgen hier ein Anfang, der noch auf ein Ende harrt. Nandys und Vurne, die Bierbraueralchemisten kommen nach Silur und begegnen an der ALMAKAN unter anderen Magistra Gwynn. Soll heißen, außer mir wirken noch zwei weitere Realpersonen mit. Allerdings komme ich so recht nicht weiter. Bierbrauen geht überall, sogar an Orten wie Herford, braucht keine Magierakademie und Alchemie nur im weiteren Sinne und ist selbst als außergewöhnliches Qualitätsbier (Helles Dittken, Herforder Maibock, besondere Produkte der Herforder Brauerrei) nicht magisch. Mein Problem ist wohl mangelnde Zuneigung zum Bier, so dass ich Schwierigkeiten habe, es beim Brauprozess entstehen zu lassen.

Hier jedenfalls für beide Beteiligte die Geschichte so weit wie bisher geschrieben:

Nandys und Vurne - Bierbraueralchemisten, Familie aus Weinfelden in Antam an der ALMAKAN

Im Jahre des Blutes 443 n.P., beschrieben von Zeta Lynn, Mitarbeiterin und der ALMAKAN und von Baron Brandur von Bov, Magister der Myragraphie daselbst

Es ist vielleicht nicht ganz einfach an der ALMAKAN anzukommen. Unsere Magierakademie mag auf Besucher aus fremden Ländern verwirrend wirken. Magister und Scholaren sind beschäftigt, Jedermensch trägt Robe und Spitzhut, Zauberstab in der Hand und Begleiter auf der Schulter, wirkt bedeutend, schreitet hierhin oder dorthin oder führt mit den Collegae gewichtige Gespräche. Zwischen ihnen toben die Eleven, nicht minder beschäftigt im Spiele und die zahlreichen mundanen Mitarbeiter haben natürlich erst recht zu tun.

So ist es gut, dass ich ein waches Auge auf Neuankömmlinge habe, Personen in fremder Tracht, am Rande des Zentralplatzes stehend, sich ratlos umblicken. So treffe ich auch Nandys und Vurne aus dem Dorf Weinfelden in Antam. Ich bin froh ihnen zu begegnen. Als Magister der Myragraphie ist die Lehre von fremden Ländern mein Fach und natürlich sind mir auswärtige Besucher höchst willkommen mein Wissen zu erweitern und durch ihren Vortrag in meinen Klassen die Scholaren zu unterrichten. Im Gegenzug bringe ich ihnen die ALMAKAN nahe und mache sie mit Personen bekannt, die ihnen bei ihrem Anliegen helfen können, seien es Forschung und Lehre, seien es der Erwerb magischer Erzeugnisse oder Verkäufe ihrer Waren an unsere Akademie.

Nandys und Vurne sind eine Familie von Bierbraueralchemisten. Das Bier ist ein Produkt ausländischer Handwerkstradition. Wie zur Herstellung von Khavia mälzt man Getreide. Nur macht man davon keinen heißen Aufguss sondern lässt es wie in Silur die Maische vom Süßgras vergären. Allerdings wird das Produkt jetzt nicht zu Arram destilliert sondern gilt als Bier reif und trinkfertig.

All das erfahre ich, während ich die beiden in das Hotel und Restaurant „Drei Zauberstäbe“ geleite. Hier, so sagen die Betreiber (die Geschwister Grettnangen) zurecht, kann man in ansprechender Atmosphäre und bei einem guten Lunch (Mehr und mehr wandern Begriffe aus dem Angels in die Sprache der Geschäftsleute ein, gemeint ist ein Mittagessen) ein gepflegtes Gespräch führen.

Das Paar möchte an der ALMAKAN die Möglichkeiten der Alchemie kennenlernen, ja, sie erlernen. Napos will die Alchemie im Brauprozess einzusetzen, zum Beispiel um neue Geschmäcker zu kreieren. Zugleich möchte er das Brauen als Gewerbe betreiben und Bier auf Silur anbieten. Ich erfahre, dass er die Alchemie als ein Handwerk versteht, das auch ihm, als magisch nicht begabter Person erlernbar ist.

Vendra ist eher kaufweiblich interessiert. Sie verkauft bereits das berühmte Bieler Blau und weitere Produkte Silurs und hat ausgezeichnete Kontakte, konkret Kunden auf dem Kontinent. Sie möchte gerne das Bier ihres Mannes exportieren.

Nun steht es um die Alchemie an der ALMAKAN nicht zum besten. Zwar gibt es mit dem jungen Magister Alchemisticus Berling Kraalkehler einen Lehrer dieses Faches, das zudem vom Wirken des Elfischen Lehrers Edrion Filan Felsenquell profitiert. Zwar wirkt hier schon seit drei Jahren die angesehene Magistra Gwynn, Lehrerin für Magier-Alchemie und Zaubertrankkunde, Autorin des bekannten Buches „Lektion der Metallchemie“, doch keiner von den dreien hat bisher die Silurer recht für die Alchemie begeistern können. Möglicherweise ist uns die Idee mittels Magie ein Produkt, wohl möglich ein kommerzielles Produkt zu erzeugen allzu fremd. Hinzu kommt eine gewisse Geringschätzung von Handwerk und Handel durch magisch und spirituell wirkende Personen auf Silur. Vielleicht sind aber Nandys und Vurne die Personen das zu ändern. Wir machen eine Liste von Personen, die wir an der ALMAKAN für ihr Vorhaben begeistern können.

Erster Kandidat ist natürlich Magister Legatus Ludvik Gund. Anders als den meisten Collegae sind ihm Karsk, Hinde und Bock (die umgangssprachlichen Bezeichnungen der Goldmünzen Silurs, die einen Karsk, eine Hirschkuh und einen Widder zeigen) Grund genug ein Unternehmen zu beginnen. Ludvik Gund vertraut die Geschäfte in seinem Kontor auf der Brücke der Anderswelt umgehend seiner bewährten Assistentin Zeta Lynn an und begleitet und in die Destille.

In der Kellerbar treffen wir den Magister Alkoholicus genannten Bartender Van Hagen. Er ist unbestrittener Experte für alle alkoholhaltigen und zum Genuss getrunkenen Destillate und weiß seine Schnäpse mit allerlei Früchten und Kräutern zu aromatisieren. Wir treffen Van Hagen, wie er missmutig den Schmutz auf dem Boden seiner Bar durch eine Luke in irgendeine Unterwelt kehrt. Silurer vermeiden das normalerweise, aus Sorge, dass ihnen ihr Kehrricht eines Tages auf den Kopf fällt, aber Van Hagen ist dafür bekannt, dass ihm vor Einbruch der Dämmerung fast alles gleichgültig ist. Dennoch können wir ihm, nachdem er den Plan der beiden Gäste vernommen hat zu einem Grunzen und zum Mitgehen bewegen.

In seinem Labor im Alchemicum, dem Hof der Alchemisten treffen wir Magister Alchemisticus Berling Kraalkehler, hinter sich einen großen Tisch voller Gerätschaften seines Standes, vor sich ein Dutzend sorgfältig beschrifteter Tiegelchen deren Inhalt, graue Pulver, einander sehr ähnlich sehen. Ohne einen seiner Besucher im besonderen anzusprechen sagt er: „Es macht keinen Unterschied, ob der Siedestein einer heißen Quelle, einem Geysir, einem sorgfältigst eingekochten Mineralwasser oder dem Teekessel von Magistra Gwynn entstammt. Im Hinblick auf seine alchemistische Wirkung und seiner Unterstützung beim Ruf elementarer Wesen besteht kein Unterschied. Es ist anzuerkennen, Edrion Filan Felsenquell ist zuzustimmen, Siedestein ist eher langweilig.“ Wir sprechen Berling auf die Vorhaben von Napos und Vendra an. Er ist nur zu gerne bereit den Siedestein zu verlassen um sich dem Bier zu widmen.

Einige Räume weiter unterrichtet Magistra Gwynn eine handvoll Scholaren: „Nachdem wir in der vergangenen Woche das träge und schläfrige Blei kennengelernt haben wollen wir uns jetzt dem munteren und aufgeweckten Wismuth widmen. Kennt jemand dieses Metall?“ Eine Schülerin meldet sich und weiß, dass es von ihrer Mutter auf dem Werkhof der Zauberstabmeister benutzt wird die metallischen Ornamente im Holz der Stäbe der Magier Silurs zu erzeugen. Magistra Gwynn stimmt ihr zu: „Tatsächlich sind metallische Einschmelzungen, vor allem aus Wismuth und seinen Legierungen typisch für die in Silur gebräuchlichen Zauberstäbe. Wie kein anderes Metall erleichtert es dem Magier das Zaubern. Die Vorteile des Wismuths zu nutzen ist ein wesentlicher Grund einen Zauberstab zu tragen und seine muntere und aufgeweckte Natur scheint der Magie Silurs in besonderem Maße zu entsprechen.“ Magistra Gwynn bemerkt ihre Besucher und wir schildern unser Vorhaben. Sie ist gerne bereit das Thema des Unterrichts zu wechseln und uns in Begleitung ihrer Scholaren zu begleiten. In Silur sagt man, das Leben ist der beste Lehrer.
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