Yule von Barkan in Burg Tuvalend
Verfasst: Mi Apr 15, 2026 5:26 pm
Yule von Barkan in Burg Tuvalend
im Rabenmond 441 n.P.
In den letzten Tagen des Rabenmondes fällt ein sanfter, warmer Regen auf Burg Tuvalend und das Land Shodo Wun, ein Regen, der den Boden fruchtbar machen soll, so fruchtbar, man glaubt, man könne den Pflanzen beim Wachsen zusehen.
Yule, die Druidin aus Silur, kniet verzweifelt in dem Land, das ein Garten werden sollte und die Regentropfen, die aus ihrem aschblonden Haar perlen mischen sich mit ihren Tränen.
Sie weint nicht um die Krieger des Kaiserreiches, welche bei der Erstürmung der Burg gefallen und nicht um die Shrrch Rssn, welche bei der Verteidigung gestorben sind. Das Leben des Kämpfers ist ein blutiges und meistens endet es blutig.
Sie leidet mit den Frauen in Shodo Wun.
Nach der Befreiung Silurs waren die überlebenden Shrrch Rssn nicht hin gemetzelt worden sondern entsprechend dem Vertrage von Silur hierher gebracht worden. Die Purpurne Bruderschaft, welche lange hier geherrscht hatte, war zerfallen oder zerschlagen (die Historiker stritten um Details) und dieses Land war herrenlos.
Aber es war nicht menschenleer. Es wurde den Shrrch Rssn samt seiner Menschen vom Kaiserreich gegeben und die Shrrch Rssn verfuhren damit nach ihrer Art. Sie ermordeten die Männer und Knaben und nahmen sich die Frauen zu eigen. Oder wahrer, sie versklavten sie, vergewaltigten sie und zwangen sie ihren Nachwuchs auszutragen, bald 30 Jahre lang.
Das Kaiserreich ignorierte das Verbrechen. Für die Milde, welche den Kriegern der Shrrch Rssn erwiesen worden war, für den Frieden auf Silur wurden die Väter und Söhne einer ganzen Gemark hingegeben, die Mütter und Töchter in Leid und Elend und Erniedrigung gestürzt.
Jetzt ist Burg Tuvalend in der Hand des Kaiserreiches. Heere des Kaisers haben sie erobert um den Weg in den Ophis frei zu machen für den kommenden Krieg gegen die Dämonen.
Im Lande ringsum leben die Opfer der Shrrch Rssn. Frauen, an die 30 Jahre alt oder älter, ausgemergelt von Sklavenarbeit, zerschunden von Grausamkeit, vergewaltigt und missbraucht, gequält von den Erinnerung an jene Tage, als ihre Männer, Väter, Brüder, Söhne von den Shrrch Rssn ermordet wurden. Jeder einzelne wehrlos, jeder hilflos, jeder unschuldig, jeder ein Opfer der Shrrch Rssn, des Kaiserreiches Karcanon, des Vertrages, der Politik.
Und im Land um Burg Tuvalend leben die Halbblut. Alle jünger als 30 Jahre, Kinder, Heranwachsende, junge Erwachsene, halb Shrrch Rssn, halb Mensch jeder einzelne gezeugt durch Missbrauch und Vergewaltigung, geprägt von der Erniedrigung und der Versklavung ihrer Mütter durch ihre Väter. Die Söhne zu Vergewaltigern bestimmt, die Töchter zu Opfern.
Yule erfährt von schlimmen Dingen. Jemand hat einen Korb mit einem Säugling, einem Halbblut gefunden, eingewickelt in eine Decke in die eine Krone gestickt ist. Sie versteht das Zeichen. Der Findling ist dem Kaiser bestimmt, als Frucht seiner Politik. Man hat einen Shrrch Rssn entdeckt, gefesselt an ein vollgeblutetes Bett, sein Nachwuchs erschlagen, seine abgeschnittenen Genitalien an die Haustür gehängt, die Frau, welche ihm zu eigen gewesen sein musste ist flüchtig. Einige Shrrch Rssn und Halbblut haben sich nach einer Mahlzeit unwohl gefühlt, genasen dann scheinbar um schließlich doch nach einer bis zwei Wochen unter großen Qualen zu sterben. Man hat ihr von einer Mutter berichtet, die von Kriegern des Kaisers gefangen gesetzt wurde. Sie hat ihren Halbblutsäugling am helllichten Tage an den Füßen gegriffen und seinen Kopf gegen die Mauer am Burgtor geschmettert. In der nach dem süßen Parfüm der Hofdamen duftenden Luft in der Hauptstadt des Kaiserreiches fordert man ihre Tat härter als den Mord an einem Erwachsenen zu ahnden. Andere Frauen sind klüger gewesen und ertränkten die Frucht von Sklaverei und Vergewaltigung im Bade oder erstickten sie im Bette.
Als Yule von den Kämpfen um Tuvalend hörte hat sie einen Garten der Versöhnung anlegen wollen, Gemüse und Heilkräuter und Blumen für die geschundene Burg und ihre geschundenen Menschen.
Doch der sanfte, warme Regen, der auf Burg Tuvalend und Yule fällt machte das Land nicht fruchtbar und ihre Tränen lassen keine Frucht, kein heilendes Kraut und keine Blumen wachsen.
im Rabenmond 441 n.P.
In den letzten Tagen des Rabenmondes fällt ein sanfter, warmer Regen auf Burg Tuvalend und das Land Shodo Wun, ein Regen, der den Boden fruchtbar machen soll, so fruchtbar, man glaubt, man könne den Pflanzen beim Wachsen zusehen.
Yule, die Druidin aus Silur, kniet verzweifelt in dem Land, das ein Garten werden sollte und die Regentropfen, die aus ihrem aschblonden Haar perlen mischen sich mit ihren Tränen.
Sie weint nicht um die Krieger des Kaiserreiches, welche bei der Erstürmung der Burg gefallen und nicht um die Shrrch Rssn, welche bei der Verteidigung gestorben sind. Das Leben des Kämpfers ist ein blutiges und meistens endet es blutig.
Sie leidet mit den Frauen in Shodo Wun.
Nach der Befreiung Silurs waren die überlebenden Shrrch Rssn nicht hin gemetzelt worden sondern entsprechend dem Vertrage von Silur hierher gebracht worden. Die Purpurne Bruderschaft, welche lange hier geherrscht hatte, war zerfallen oder zerschlagen (die Historiker stritten um Details) und dieses Land war herrenlos.
Aber es war nicht menschenleer. Es wurde den Shrrch Rssn samt seiner Menschen vom Kaiserreich gegeben und die Shrrch Rssn verfuhren damit nach ihrer Art. Sie ermordeten die Männer und Knaben und nahmen sich die Frauen zu eigen. Oder wahrer, sie versklavten sie, vergewaltigten sie und zwangen sie ihren Nachwuchs auszutragen, bald 30 Jahre lang.
Das Kaiserreich ignorierte das Verbrechen. Für die Milde, welche den Kriegern der Shrrch Rssn erwiesen worden war, für den Frieden auf Silur wurden die Väter und Söhne einer ganzen Gemark hingegeben, die Mütter und Töchter in Leid und Elend und Erniedrigung gestürzt.
Jetzt ist Burg Tuvalend in der Hand des Kaiserreiches. Heere des Kaisers haben sie erobert um den Weg in den Ophis frei zu machen für den kommenden Krieg gegen die Dämonen.
Im Lande ringsum leben die Opfer der Shrrch Rssn. Frauen, an die 30 Jahre alt oder älter, ausgemergelt von Sklavenarbeit, zerschunden von Grausamkeit, vergewaltigt und missbraucht, gequält von den Erinnerung an jene Tage, als ihre Männer, Väter, Brüder, Söhne von den Shrrch Rssn ermordet wurden. Jeder einzelne wehrlos, jeder hilflos, jeder unschuldig, jeder ein Opfer der Shrrch Rssn, des Kaiserreiches Karcanon, des Vertrages, der Politik.
Und im Land um Burg Tuvalend leben die Halbblut. Alle jünger als 30 Jahre, Kinder, Heranwachsende, junge Erwachsene, halb Shrrch Rssn, halb Mensch jeder einzelne gezeugt durch Missbrauch und Vergewaltigung, geprägt von der Erniedrigung und der Versklavung ihrer Mütter durch ihre Väter. Die Söhne zu Vergewaltigern bestimmt, die Töchter zu Opfern.
Yule erfährt von schlimmen Dingen. Jemand hat einen Korb mit einem Säugling, einem Halbblut gefunden, eingewickelt in eine Decke in die eine Krone gestickt ist. Sie versteht das Zeichen. Der Findling ist dem Kaiser bestimmt, als Frucht seiner Politik. Man hat einen Shrrch Rssn entdeckt, gefesselt an ein vollgeblutetes Bett, sein Nachwuchs erschlagen, seine abgeschnittenen Genitalien an die Haustür gehängt, die Frau, welche ihm zu eigen gewesen sein musste ist flüchtig. Einige Shrrch Rssn und Halbblut haben sich nach einer Mahlzeit unwohl gefühlt, genasen dann scheinbar um schließlich doch nach einer bis zwei Wochen unter großen Qualen zu sterben. Man hat ihr von einer Mutter berichtet, die von Kriegern des Kaisers gefangen gesetzt wurde. Sie hat ihren Halbblutsäugling am helllichten Tage an den Füßen gegriffen und seinen Kopf gegen die Mauer am Burgtor geschmettert. In der nach dem süßen Parfüm der Hofdamen duftenden Luft in der Hauptstadt des Kaiserreiches fordert man ihre Tat härter als den Mord an einem Erwachsenen zu ahnden. Andere Frauen sind klüger gewesen und ertränkten die Frucht von Sklaverei und Vergewaltigung im Bade oder erstickten sie im Bette.
Als Yule von den Kämpfen um Tuvalend hörte hat sie einen Garten der Versöhnung anlegen wollen, Gemüse und Heilkräuter und Blumen für die geschundene Burg und ihre geschundenen Menschen.
Doch der sanfte, warme Regen, der auf Burg Tuvalend und Yule fällt machte das Land nicht fruchtbar und ihre Tränen lassen keine Frucht, kein heilendes Kraut und keine Blumen wachsen.