Kultur aus Silur
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Re: Kultur aus Silur
Auf der Pilgerstraße - Anfang des Dachsmondes
Abgehetzt erreicht Gräfin Helne Värmann am Morgen des Aufbruchs von Prinz Berendor und seinem Gefolge zu Pferd die heimatliche Adorburg. Sie ist Ulf- da- Echorsa der Außenkammer Silurs, ihr Amt entspricht dem eines Außenministerials im Kaiserreich. Sie hat lange in der Kaiserstadt Chalkis gelebt und ist mit der Etikette am Hofe bestens vertraut. Staubige Kleidung und verschwitztes Gesicht halten sie nicht davon ab, die vorgesehenen Verbeugungen zu machen und die gesetzten Worte zu sprechen, welche das Protokoll bei der Begegnung eines Kindes des Kaiserpaares und einem hochgestellten Amtsträger eines der Teilreiche des Kaiserreiches Karcanon vorsehen. Jetzt erst wird vielen Anwesenden so richtig bewusst, welch hochgestellte Personen die Adorburg in ihren Mauern beherbergt.
Kurze Zeit später hat sich Gräfin Helne erfrischt und die Kleidung gewechselt und ist bereit, die Gruppe um Prinz Berendor und König Katuum auf der Pilgerstraße zum Lichtberg zu führen. Alle Reisenden sind jetzt beritten und sie kommen zügig voran.
Gräfin Helne erklärt unterwegs den burschikosen Umgang mit höchsten Würdenträgern auf Silur: „Es ist so, dass die Distanz zwischen Herrscher und Volk auf Silur klein ist. Das mag daran liegen, dass die Zahl der Silurer gering und ihre Insel überschaubar ist, so dass die meisten Einwohner ihrem König bereits von Angesicht zu Angesicht begegnet sind. Vielleicht ist auch die Religion Silurs von Bedeutung, die zwar Hierarchien kennt, sie aber nicht durch Götterwort rechtfertigt. Eine wichtige Rolle mag auch die Revolte von Belfalas spielen, als sich im Jahre 365 n.P. das hungernde Volk der Hauptstadt gegen König Zyclaan den Mächtigen erhob, als er es verhöhnte und er wie ein einfacher Mensch starb, als er am Firstbalken der Gerichtslaube gehenkt wurde. Natürlich muss, wie bei vielen Dingen in Silur, auch die volkstümliche Geschichte um König Jermay in Betracht gezogen werden, der die Insel Silur in Begleitung seiner Gefährten und nicht als Anführer von Untergebenen erreichte. Auch heutzutage grüßen die Nachfahren der Gefährten die Erben Jermays prinzipiell als Gleichgestellte, deren besondere Würde sich primär aus Amt und Tun ergibt.
Dann gibt es allerdings auch den Begriff des Königsheils, nach dem das Schicksal Silurs mit dem in der Linie Jermays erblichen Glück verbunden ist, das sich in der gelungenen Silurfahrt und der erfolgreichen Ansiedlung auf der Insel erwies. Vom Herrscher Silurs wird deswegen erwartet, dass er sein Würdigkeit zeigt, in dem er seinem Volk vorangeht. Ragall gewann viel Prestige, indem er die Flucht Silurs nach Yslannad im Jahr des Feuers und seine Heimkehr im Jahr des Weines anführte. Viel Ansehen verlor er, als er nicht bereit war, die Dunkelelfen Ersors in ihrer Festung Salonien aufzusuchen. Ein Frieden mit diesem Volk wurde erst durch die Tapferkeit des Magiers Vallö Kalundgrag und von Aki Eibenblatt, einer Wanderhändlerin möglich. Ihr Erfolg, wo Ragall versagte hat die Autorität des Königtums erschüttert. Andererseits haben seine Ehe mit Martyna in Karalo- Floran und sein Aufenthalt am Kaiserhof Silur Wohlstand und Einfluss gesichert und gelten als Nachweis, dass das Königsheil weiter auf ihm liegt.“
Mit diesen Erklärungen erreichen die Reiter einen Dreiweg, eine Weggabelung, an der sich drei gleichberechtigte Straßen treffen und die Route zur Adorburg die Prozessionsstraße trifft. Nach links geht es zur Flussburg und zum Hafen Sydspitze in Callen, die Reiter aber folgen ihr nach rechts, gen Thysias, zur Küste und in Richtung des Großen Tempels KRANGOS. Die Straße windet sich in weiten Schwüngen durchs Land, entlang von Hängen und Flusstälern. Immer wieder eröffnen sich Ausblicke auf weite Wälder mit vereinzelten Silurischen Höfen, später auch von den Klippen der Steilküste auf die Weite der Silursee. In Buchten zwängen sich Fischerdörfer. Alle paar Wegstunden stehen Krooge an der Straße, privilegierte Gasthöfe für die Versorgung und zur Unterkunft der Reisenden.
Gräfin Helne Värmann erklärt, dass die Prozessionsstraße der Ringstraße folgt, einem Werk des Ersten Volkes von Silur, welches im Kreis um die Insel führte. Diese Ringstraße, viel zu groß dimensioniert für die wenigen Silurer war wohl weniger ein Verkehrsweg als viel mehr selbst ein Heiligtum, ein Weg, auf dem der Vulkanberg Bel- Arad in Prozessionen von Pilgern umrundet werden konnte, die so die auf seinem Gipfel wohnenden Göttern verehrten. Nun gilt nur wenigen heutigen Silurern der Bel- Arad als Wohnsitz ihrer Götter Dena und Chnum. Doch auch heute soll die Pilgerreise vom Hafen in Sydspitze zum KRANGOS die Herzen und Seelen der Gläubigen öffnen. So entsprechen sich Ringstraße und Prozessionsstraße, indem sie die Pilger mit spektakulären Ausblicken das Wunder der göttlichen Schöpfung zeigen, ihn an Heiligtümern zur Andacht einladen, ihn in stillen Wäldern und auf weiten Ebenen zur Einsicht mahnen.
Die Prozessionsstraße ist nicht dem Verkehr sondern der Seele des Pilgers gewidmet. So besuchen Berendor und seine Begleiter Druiden, welche an Steinkreisen den Lauf der Gestirne verfolgen und Schamanen, welche ihnen helfen wollen, ihren Körper durch wilden Tanz, ihre Seele durch ekstatische Schreie und ihren Geist durch den Genuss geeigneter Pilze zu befreien.
Auf der große Statue der Liegenden Dena, geschaffen von der der Bildhauerin Anje Amvenne spielen Kinder. Das ist der Wille der Bildhauerin, sie sagt, dass Myra der Leib Denas ist, auf dem die Menschen, den Kindern gleich, spielen. Ein sonniger Hügel läd ein sich nackt ins Gras zu legen, geborgen zwischen Denas Erde und Chnums Himmel.
Oft wird die die auffällige Reisegruppe von ihren Mitreisenden angesprochen. Sie fragen selten nach Name, Stand oder Absicht, viel häufiger reden sie über Götter und Myra. Etwas scheint sie zu drängen, fremde Ansichten zu hören und mit eigenen Erfahrungen zu vergleichen. Die Meinungen von Katuum und Berendor werden aufmerksam gehört und diskutiert, auch wenn sie sich oft nicht als Elfenkönig und Kaisersohn vorstellen oder als diese erkannt werden. Schwämmen gleich saugen Ansässige und Reisende die Worte der Fremden auf. Mit der erneuten Hinwendung des Reiches hin zur Spiritualität wurde das Interesse an Religion bei Jedermensch geweckt und wiedererweckt.
Abgehetzt erreicht Gräfin Helne Värmann am Morgen des Aufbruchs von Prinz Berendor und seinem Gefolge zu Pferd die heimatliche Adorburg. Sie ist Ulf- da- Echorsa der Außenkammer Silurs, ihr Amt entspricht dem eines Außenministerials im Kaiserreich. Sie hat lange in der Kaiserstadt Chalkis gelebt und ist mit der Etikette am Hofe bestens vertraut. Staubige Kleidung und verschwitztes Gesicht halten sie nicht davon ab, die vorgesehenen Verbeugungen zu machen und die gesetzten Worte zu sprechen, welche das Protokoll bei der Begegnung eines Kindes des Kaiserpaares und einem hochgestellten Amtsträger eines der Teilreiche des Kaiserreiches Karcanon vorsehen. Jetzt erst wird vielen Anwesenden so richtig bewusst, welch hochgestellte Personen die Adorburg in ihren Mauern beherbergt.
Kurze Zeit später hat sich Gräfin Helne erfrischt und die Kleidung gewechselt und ist bereit, die Gruppe um Prinz Berendor und König Katuum auf der Pilgerstraße zum Lichtberg zu führen. Alle Reisenden sind jetzt beritten und sie kommen zügig voran.
Gräfin Helne erklärt unterwegs den burschikosen Umgang mit höchsten Würdenträgern auf Silur: „Es ist so, dass die Distanz zwischen Herrscher und Volk auf Silur klein ist. Das mag daran liegen, dass die Zahl der Silurer gering und ihre Insel überschaubar ist, so dass die meisten Einwohner ihrem König bereits von Angesicht zu Angesicht begegnet sind. Vielleicht ist auch die Religion Silurs von Bedeutung, die zwar Hierarchien kennt, sie aber nicht durch Götterwort rechtfertigt. Eine wichtige Rolle mag auch die Revolte von Belfalas spielen, als sich im Jahre 365 n.P. das hungernde Volk der Hauptstadt gegen König Zyclaan den Mächtigen erhob, als er es verhöhnte und er wie ein einfacher Mensch starb, als er am Firstbalken der Gerichtslaube gehenkt wurde. Natürlich muss, wie bei vielen Dingen in Silur, auch die volkstümliche Geschichte um König Jermay in Betracht gezogen werden, der die Insel Silur in Begleitung seiner Gefährten und nicht als Anführer von Untergebenen erreichte. Auch heutzutage grüßen die Nachfahren der Gefährten die Erben Jermays prinzipiell als Gleichgestellte, deren besondere Würde sich primär aus Amt und Tun ergibt.
Dann gibt es allerdings auch den Begriff des Königsheils, nach dem das Schicksal Silurs mit dem in der Linie Jermays erblichen Glück verbunden ist, das sich in der gelungenen Silurfahrt und der erfolgreichen Ansiedlung auf der Insel erwies. Vom Herrscher Silurs wird deswegen erwartet, dass er sein Würdigkeit zeigt, in dem er seinem Volk vorangeht. Ragall gewann viel Prestige, indem er die Flucht Silurs nach Yslannad im Jahr des Feuers und seine Heimkehr im Jahr des Weines anführte. Viel Ansehen verlor er, als er nicht bereit war, die Dunkelelfen Ersors in ihrer Festung Salonien aufzusuchen. Ein Frieden mit diesem Volk wurde erst durch die Tapferkeit des Magiers Vallö Kalundgrag und von Aki Eibenblatt, einer Wanderhändlerin möglich. Ihr Erfolg, wo Ragall versagte hat die Autorität des Königtums erschüttert. Andererseits haben seine Ehe mit Martyna in Karalo- Floran und sein Aufenthalt am Kaiserhof Silur Wohlstand und Einfluss gesichert und gelten als Nachweis, dass das Königsheil weiter auf ihm liegt.“
Mit diesen Erklärungen erreichen die Reiter einen Dreiweg, eine Weggabelung, an der sich drei gleichberechtigte Straßen treffen und die Route zur Adorburg die Prozessionsstraße trifft. Nach links geht es zur Flussburg und zum Hafen Sydspitze in Callen, die Reiter aber folgen ihr nach rechts, gen Thysias, zur Küste und in Richtung des Großen Tempels KRANGOS. Die Straße windet sich in weiten Schwüngen durchs Land, entlang von Hängen und Flusstälern. Immer wieder eröffnen sich Ausblicke auf weite Wälder mit vereinzelten Silurischen Höfen, später auch von den Klippen der Steilküste auf die Weite der Silursee. In Buchten zwängen sich Fischerdörfer. Alle paar Wegstunden stehen Krooge an der Straße, privilegierte Gasthöfe für die Versorgung und zur Unterkunft der Reisenden.
Gräfin Helne Värmann erklärt, dass die Prozessionsstraße der Ringstraße folgt, einem Werk des Ersten Volkes von Silur, welches im Kreis um die Insel führte. Diese Ringstraße, viel zu groß dimensioniert für die wenigen Silurer war wohl weniger ein Verkehrsweg als viel mehr selbst ein Heiligtum, ein Weg, auf dem der Vulkanberg Bel- Arad in Prozessionen von Pilgern umrundet werden konnte, die so die auf seinem Gipfel wohnenden Göttern verehrten. Nun gilt nur wenigen heutigen Silurern der Bel- Arad als Wohnsitz ihrer Götter Dena und Chnum. Doch auch heute soll die Pilgerreise vom Hafen in Sydspitze zum KRANGOS die Herzen und Seelen der Gläubigen öffnen. So entsprechen sich Ringstraße und Prozessionsstraße, indem sie die Pilger mit spektakulären Ausblicken das Wunder der göttlichen Schöpfung zeigen, ihn an Heiligtümern zur Andacht einladen, ihn in stillen Wäldern und auf weiten Ebenen zur Einsicht mahnen.
Die Prozessionsstraße ist nicht dem Verkehr sondern der Seele des Pilgers gewidmet. So besuchen Berendor und seine Begleiter Druiden, welche an Steinkreisen den Lauf der Gestirne verfolgen und Schamanen, welche ihnen helfen wollen, ihren Körper durch wilden Tanz, ihre Seele durch ekstatische Schreie und ihren Geist durch den Genuss geeigneter Pilze zu befreien.
Auf der große Statue der Liegenden Dena, geschaffen von der der Bildhauerin Anje Amvenne spielen Kinder. Das ist der Wille der Bildhauerin, sie sagt, dass Myra der Leib Denas ist, auf dem die Menschen, den Kindern gleich, spielen. Ein sonniger Hügel läd ein sich nackt ins Gras zu legen, geborgen zwischen Denas Erde und Chnums Himmel.
Oft wird die die auffällige Reisegruppe von ihren Mitreisenden angesprochen. Sie fragen selten nach Name, Stand oder Absicht, viel häufiger reden sie über Götter und Myra. Etwas scheint sie zu drängen, fremde Ansichten zu hören und mit eigenen Erfahrungen zu vergleichen. Die Meinungen von Katuum und Berendor werden aufmerksam gehört und diskutiert, auch wenn sie sich oft nicht als Elfenkönig und Kaisersohn vorstellen oder als diese erkannt werden. Schwämmen gleich saugen Ansässige und Reisende die Worte der Fremden auf. Mit der erneuten Hinwendung des Reiches hin zur Spiritualität wurde das Interesse an Religion bei Jedermensch geweckt und wiedererweckt.
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Re: Kultur aus Silur
Auf dem Lichtberg, am Stein der Dena - Mitte des Dachsmondes
Gräfin Helne Värmann berichtet vom Stein der Dena: „Das ist ein magischer Fokus, ein Anker, ein Ort für Zeremonien den Lavakindern Kraft zu geben, wenn sie darum ringen das Dimensionstor im Bel- Arad geschlossen zu halten. Dieses Tor, so wissen es Weise und so singen es Barden ist das einzige Tor durch das der Darkon, der höchste Heerführer der Finsternis, seinen Verbannungsort, die Innenwelt verlassen kann um die Oberwelt zu verheeren. Es wird gerätselt, warum er den Weg in der finsteren Zeit, die dem Jahr des Feuers folgte und das Tor offen stand nicht gegangen ist. Möglicherweise lag es an Rivalitäten der Finstermächte untereinander.
Als sich Silur entschied, den Weg von Magie und Spiritualität zu gehen war der Wille den Lavakinder zu helfen ein wichtiger Grund. Sie haben durch Geistesmacht und geistige Unterstützung mancher Völker auf der Insel Silur das Tor ewigkeitenlang gehalten und nur ein einziges mal ist es gefallen, als Arus ur Eklas, der Feuerhund Seths, der Hochlord der Finsternis im Feuermond im Jahre des Feuers, im Moment seiner größten Macht angriff. Heere hingegen haben Silur, obwohl die Insel so gut zu verteidigen ist wie sonst kaum ein Ort Myras wiederholt erobert.“
So erreichen die Reiter den Dreiweg, an dem sich die Prozessionsstraße zwischen den Dörfern Esch und Ilmenau vom Weg zum Stein der Dena trennt. Er führt die Reisenden in Serpentinen hoch in die nach Ophis offene Gipfelmulde des Lichtberges. Hier bietet ein kleiner See, Denas Träne Erfrischung, hier stehen eine Anzahl schlichter Holzhütten bereit den Reisenden Unterkunft zu geben, hier steht das Haus des Wächters des Steines. Den Stein der Dena selber verbirgt ein Buchenwäldchen.
„Man sieht es vom Boden schlecht, aber die Buchen sind in einer Spirale um den Stein gepflanzt“, weiß Prinz Berendor, der auch über die Religionen der Länder des Kaiserreiches unterrichtet wurde: „Für jeden Reichshohepriester der Dena in Silur wird ein neuer Baum gepflanzt und hier wird er gewählt.“
Die Gruppe tritt aus den Bäumen zum Platz am Stein. Es ist still hier. Stehend und schweigend einen Kreis um sie bildend betrachten sechs Menschen intensiv die wohl 20 Schritt aus dem Boden ragende Stele, als würden sie erwarten, dass jeden Moment auf ihren Flanken Zeichen offenbart werden. Es sind sehr unterschiedliche Personen, ein Handwerksgeselle mit einem Beil am Gürtel, eine Magierin, kenntlich am Spitzhut ihrer Tracht, eine beleibte Kauffrau die unter der ungewohnten Anstrengung des Stehens alle Weile ihr Gewicht von einem auf den anderen Fuß verlagert und eine Bauernfamilie, Vater, Mutter und ein Kleinkind, welches, seinen Eltern gleich und gebannt von der Ernsthaftigkeit des Tuns den Stein der Dena mit weit offenen Augen anstarrt.
Berendor und seine Begleiter verlassen den heiligen Platz. Die Buchen scheinen ihn vom geschäftigen Treiben der Menschen am Gipfel zu schirmen. Vor dem Wäldchen spielen Kinder mit Mondpferden, einer halb zahmen Herde von kleinwüchsigen Rappen, stets mit einer kreisförmigen Blässe auf der Stirn. Menschen aller Stände, junge und alte bereiten das Abendessen vor. Gräfin Helne führt die Gruppe zu einem Steinkreis nahebei. Worte sind in die Steine gemeißelt, Berendor liest den Namen seines Begleiters Katuum. Daneben sind auf weiteren Steinen Ragall, der ehemalige Herrscher Silurs und seine Ratgeberin Otwela von Memmering, Vargas, der Höchstpriester des Norytton aus Tronja und die Priester der Seeelfen die ihn begleiteten, Salmed von der Varan, der Priester des Norytton aus der Purpurnen Bruderschaft, Shayol, die Borgonanbeterin und Shymuen der Seher und Ajirlan n'Orrdet, der oberste Seepriesterin des Norytton aus Borgon Dyl verewigt.
„Dieses Denkmal“, erklärt Gräfin Värmann mit einer angedeuteten Verbeugung vor dem Elfenkönig: „Ehrt die Menschen und Elfen, Frauen und Männer welche den Stein neu weihten, nachdem die Invasoren ihn geschändet und zerschlagen haben. Manche sagen, es sei ein Ersatz, den Dena selber, welche uns Silurern ja Göttin des Grundes auf dem wir gehen ist, schuf und aus sich selber heraus wachsen ließ. Andere meinen, Dena habe dem echten Stein in ihrem Leib geborgen. Sie ließ die Finsterlinge ein Trugbild zerstören, während das wahre Heiligtum unangetastet blieb. Andere sagen gar“, sie sieht den Elfenkönig fragend an: „Dass Katuum den Stein mit seiner Zaubermacht neu geschaffen hat, ja dass er nachts auf einem Drachen fortgeflogen sei und anderntags eine neue Stele mitgebracht habe.“ Doch Katuum lächelt und schweigt und bleibt eine Antwort schuldig. Gräfin Helnes erzählt weiter: „Viele Silurer aber erzählen, sie haben die Brocken der Stele aus den Latrinen der Invasoren geborgen, die sie als deren Sklaven reinigen mussten und haben die Stücke auf den Lichtberg gebracht, wo die Magier und Priester der Lichtliga den Stein der Dena zusammenfügten und erneut weihten. Denas Gnade soll in besonderer Weise auf den Menschen und ihren Kindern liegen, die an diesem Werk beteiligt waren. Manche meinen diese Gnade sei die neue Kraft mit der Priester und Druiden, Schamanen und Magier Silurs Wunder und Zauber wirken. Die Wahrheit mag, keine 30 Jahren nach den Ereignissen schon unter Legenden verborgen sein, doch auf Silur sagt man, wenn die Legende besser ist als die Geschichte, berichte die Legende.“
Dann klingelt eine Triangel und es ist Zeit für das Abendmahl. Böcke sind aufgestellt und Tafeln aufgelegt worden. Schlichte Bänke sind die Sitzgelegenheiten. Berendor, Katuum und ihre Gefährten waren in der Adorburg reichlich mit Vorräten versorgt worden und haben in den Kroogen entlang der Straße gegessen, in denen sie auch die Nächte verbracht haben. So teilen sie großzügig und empfangen reichlich. Viele Blicke fliegen zu ihnen hinüber. Manch einer hat die Elfenmagier. die als Gäste an der ALMAKAN weilen schon von weitem gesehen, wenn sie auf ihren Echsen flogen, aber dass Elfen die Tischgemeinschaft des gewöhnlichen Silur teilen ist eine große Ausnahme.
Erster von Gleichen der Tafelnden ist Fredik Sundsvall, der 34. Hüter des Steines der Dena. Neben ihm sind alle Anwesenden Wächter des Steines, an diesem Orte von gleichem Rang und mit der gleichen Aufgabe betraut. Wachsam zu sein, auf den Stein zu schauen, stehend, vier Stunden lang, darauf achten, ob Menetekel Gefahr für das Tor im Bel- Arad anzeigen. Die 33 Vorgänger des Hüters wachten durch die Jahrhunderte oft alleine und mit wenig Begeisterung. Doch angeregt durch Kronprinz Dorim von Silur, der einen Vorschlag des Magiers Vallö Kalundgrag aufgriff ist aus der Wache am Stein eine Gemeinschaftsaufgabe des Reiches Silur, der Elfenvölker der Insel, der Weisen der ALMAKAN, der Pilger zum KRANGOS und aller Gäste des Reiches geworden. Mindestens sechs Personen stehen stets im Kreise um den Stein und wachen bis neue Wächter sie ablösen. Heute abend allerdings will jeder zusammen mit den Elfen und ihren Begleitern wachen, umso mehr, als bekannt wird, wer sie sind
So ist es auch mit der würdigen Stille am Stein der Dena nicht so weit her. Während dutzende von Besuchern versuchen in Andacht zu verharren gucken sie doch alle Momente zu Berendor und Katuum hinüber. Später werden sie von den wenigen Gästen der Nachtwache abgelöst und finden Ruhe in einer der schlichten Gästehütten. Gräfin Helne weckt sie früh. Sie hat einen schnellen und ungestörten Aufbruch geplant. Aber schon bei Sonnenaufgang sind viele Wächter auf den Beinen, bestehen darauf gemeinsam mit König Katuum und Kaisersohn Berendor zu tafeln und ihnen zumindest die Strecke den Lichtberg hinab Geleit zu geben.
Gräfin Helne Värmann berichtet vom Stein der Dena: „Das ist ein magischer Fokus, ein Anker, ein Ort für Zeremonien den Lavakindern Kraft zu geben, wenn sie darum ringen das Dimensionstor im Bel- Arad geschlossen zu halten. Dieses Tor, so wissen es Weise und so singen es Barden ist das einzige Tor durch das der Darkon, der höchste Heerführer der Finsternis, seinen Verbannungsort, die Innenwelt verlassen kann um die Oberwelt zu verheeren. Es wird gerätselt, warum er den Weg in der finsteren Zeit, die dem Jahr des Feuers folgte und das Tor offen stand nicht gegangen ist. Möglicherweise lag es an Rivalitäten der Finstermächte untereinander.
Als sich Silur entschied, den Weg von Magie und Spiritualität zu gehen war der Wille den Lavakinder zu helfen ein wichtiger Grund. Sie haben durch Geistesmacht und geistige Unterstützung mancher Völker auf der Insel Silur das Tor ewigkeitenlang gehalten und nur ein einziges mal ist es gefallen, als Arus ur Eklas, der Feuerhund Seths, der Hochlord der Finsternis im Feuermond im Jahre des Feuers, im Moment seiner größten Macht angriff. Heere hingegen haben Silur, obwohl die Insel so gut zu verteidigen ist wie sonst kaum ein Ort Myras wiederholt erobert.“
So erreichen die Reiter den Dreiweg, an dem sich die Prozessionsstraße zwischen den Dörfern Esch und Ilmenau vom Weg zum Stein der Dena trennt. Er führt die Reisenden in Serpentinen hoch in die nach Ophis offene Gipfelmulde des Lichtberges. Hier bietet ein kleiner See, Denas Träne Erfrischung, hier stehen eine Anzahl schlichter Holzhütten bereit den Reisenden Unterkunft zu geben, hier steht das Haus des Wächters des Steines. Den Stein der Dena selber verbirgt ein Buchenwäldchen.
„Man sieht es vom Boden schlecht, aber die Buchen sind in einer Spirale um den Stein gepflanzt“, weiß Prinz Berendor, der auch über die Religionen der Länder des Kaiserreiches unterrichtet wurde: „Für jeden Reichshohepriester der Dena in Silur wird ein neuer Baum gepflanzt und hier wird er gewählt.“
Die Gruppe tritt aus den Bäumen zum Platz am Stein. Es ist still hier. Stehend und schweigend einen Kreis um sie bildend betrachten sechs Menschen intensiv die wohl 20 Schritt aus dem Boden ragende Stele, als würden sie erwarten, dass jeden Moment auf ihren Flanken Zeichen offenbart werden. Es sind sehr unterschiedliche Personen, ein Handwerksgeselle mit einem Beil am Gürtel, eine Magierin, kenntlich am Spitzhut ihrer Tracht, eine beleibte Kauffrau die unter der ungewohnten Anstrengung des Stehens alle Weile ihr Gewicht von einem auf den anderen Fuß verlagert und eine Bauernfamilie, Vater, Mutter und ein Kleinkind, welches, seinen Eltern gleich und gebannt von der Ernsthaftigkeit des Tuns den Stein der Dena mit weit offenen Augen anstarrt.
Berendor und seine Begleiter verlassen den heiligen Platz. Die Buchen scheinen ihn vom geschäftigen Treiben der Menschen am Gipfel zu schirmen. Vor dem Wäldchen spielen Kinder mit Mondpferden, einer halb zahmen Herde von kleinwüchsigen Rappen, stets mit einer kreisförmigen Blässe auf der Stirn. Menschen aller Stände, junge und alte bereiten das Abendessen vor. Gräfin Helne führt die Gruppe zu einem Steinkreis nahebei. Worte sind in die Steine gemeißelt, Berendor liest den Namen seines Begleiters Katuum. Daneben sind auf weiteren Steinen Ragall, der ehemalige Herrscher Silurs und seine Ratgeberin Otwela von Memmering, Vargas, der Höchstpriester des Norytton aus Tronja und die Priester der Seeelfen die ihn begleiteten, Salmed von der Varan, der Priester des Norytton aus der Purpurnen Bruderschaft, Shayol, die Borgonanbeterin und Shymuen der Seher und Ajirlan n'Orrdet, der oberste Seepriesterin des Norytton aus Borgon Dyl verewigt.
„Dieses Denkmal“, erklärt Gräfin Värmann mit einer angedeuteten Verbeugung vor dem Elfenkönig: „Ehrt die Menschen und Elfen, Frauen und Männer welche den Stein neu weihten, nachdem die Invasoren ihn geschändet und zerschlagen haben. Manche sagen, es sei ein Ersatz, den Dena selber, welche uns Silurern ja Göttin des Grundes auf dem wir gehen ist, schuf und aus sich selber heraus wachsen ließ. Andere meinen, Dena habe dem echten Stein in ihrem Leib geborgen. Sie ließ die Finsterlinge ein Trugbild zerstören, während das wahre Heiligtum unangetastet blieb. Andere sagen gar“, sie sieht den Elfenkönig fragend an: „Dass Katuum den Stein mit seiner Zaubermacht neu geschaffen hat, ja dass er nachts auf einem Drachen fortgeflogen sei und anderntags eine neue Stele mitgebracht habe.“ Doch Katuum lächelt und schweigt und bleibt eine Antwort schuldig. Gräfin Helnes erzählt weiter: „Viele Silurer aber erzählen, sie haben die Brocken der Stele aus den Latrinen der Invasoren geborgen, die sie als deren Sklaven reinigen mussten und haben die Stücke auf den Lichtberg gebracht, wo die Magier und Priester der Lichtliga den Stein der Dena zusammenfügten und erneut weihten. Denas Gnade soll in besonderer Weise auf den Menschen und ihren Kindern liegen, die an diesem Werk beteiligt waren. Manche meinen diese Gnade sei die neue Kraft mit der Priester und Druiden, Schamanen und Magier Silurs Wunder und Zauber wirken. Die Wahrheit mag, keine 30 Jahren nach den Ereignissen schon unter Legenden verborgen sein, doch auf Silur sagt man, wenn die Legende besser ist als die Geschichte, berichte die Legende.“
Dann klingelt eine Triangel und es ist Zeit für das Abendmahl. Böcke sind aufgestellt und Tafeln aufgelegt worden. Schlichte Bänke sind die Sitzgelegenheiten. Berendor, Katuum und ihre Gefährten waren in der Adorburg reichlich mit Vorräten versorgt worden und haben in den Kroogen entlang der Straße gegessen, in denen sie auch die Nächte verbracht haben. So teilen sie großzügig und empfangen reichlich. Viele Blicke fliegen zu ihnen hinüber. Manch einer hat die Elfenmagier. die als Gäste an der ALMAKAN weilen schon von weitem gesehen, wenn sie auf ihren Echsen flogen, aber dass Elfen die Tischgemeinschaft des gewöhnlichen Silur teilen ist eine große Ausnahme.
Erster von Gleichen der Tafelnden ist Fredik Sundsvall, der 34. Hüter des Steines der Dena. Neben ihm sind alle Anwesenden Wächter des Steines, an diesem Orte von gleichem Rang und mit der gleichen Aufgabe betraut. Wachsam zu sein, auf den Stein zu schauen, stehend, vier Stunden lang, darauf achten, ob Menetekel Gefahr für das Tor im Bel- Arad anzeigen. Die 33 Vorgänger des Hüters wachten durch die Jahrhunderte oft alleine und mit wenig Begeisterung. Doch angeregt durch Kronprinz Dorim von Silur, der einen Vorschlag des Magiers Vallö Kalundgrag aufgriff ist aus der Wache am Stein eine Gemeinschaftsaufgabe des Reiches Silur, der Elfenvölker der Insel, der Weisen der ALMAKAN, der Pilger zum KRANGOS und aller Gäste des Reiches geworden. Mindestens sechs Personen stehen stets im Kreise um den Stein und wachen bis neue Wächter sie ablösen. Heute abend allerdings will jeder zusammen mit den Elfen und ihren Begleitern wachen, umso mehr, als bekannt wird, wer sie sind
So ist es auch mit der würdigen Stille am Stein der Dena nicht so weit her. Während dutzende von Besuchern versuchen in Andacht zu verharren gucken sie doch alle Momente zu Berendor und Katuum hinüber. Später werden sie von den wenigen Gästen der Nachtwache abgelöst und finden Ruhe in einer der schlichten Gästehütten. Gräfin Helne weckt sie früh. Sie hat einen schnellen und ungestörten Aufbruch geplant. Aber schon bei Sonnenaufgang sind viele Wächter auf den Beinen, bestehen darauf gemeinsam mit König Katuum und Kaisersohn Berendor zu tafeln und ihnen zumindest die Strecke den Lichtberg hinab Geleit zu geben.
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Re: Kultur aus Silur
Die Wälder von Myros - Ende des Dachsmondes
Es dämmert und die Gruppe hat schon geraume Zeit keinen Kroog mehr passiert und die Begegnung mit einem vom Tempel Krangos heimkehrenden Pilger ist auch schon eine Weile her. Die Ringstraße beschreibt hier einen weiten Linksbogen und führt leicht abschüssig durch einen dichten Buchenwald. Die Luft ist spätsommerlich warm.
Gräfin Helne ist voraus geritten um ein Gasthaus oder auch nur einen Silurischen Hof zum Übernachten zu finden, kehrt allerdings schon bald zurück: „Wir scheinen noch auf der Ringstraße zu sein, die Qualität des Pflasters ist in Silur einzigartig. Doch voraus ist weder Gasthaus noch Siedlung und wir hätten schon vor Stunden einen Kroog passieren sollen. Und die Meilensteine zeigen seltsame Zeichen.“ Sie deutet auf eine kniehohe, sechseckige Basaltsäule am Wegesrand. Die Symbole sind in den schwarzen Stein eingemeißelt und weiß ausgemalt und trotz des schwachen Lichtes leicht zu erkennen: In Richtung ihres Weges ein liegendes B, darunter ein Y, darunter eine zwei. Die Flanken zeigen Buchenblätter, die Rückseite ist nicht markiert. Die Gräfin wirkt leicht beunruhigt: „Es geschieht, dass sich die Wege Silurs winden und jene, die ihnen folgen zu seltsamen Orten führen.“
Prinz Berendor berichtet: „Der vorherige Stein trug die Nummer drei und der davor die vier. Wir nähern uns einem Ziel. Ich bin neugierig. Wir sollten den Steinen bis zum Ursprung folgen.“ So reitet die Gruppe weiter.
Die Straße windet sich in engeren Kehren, wird schmaler, führt steiler abwärts und ist schließlich ein bloßer Pfad. Sie erreichen den Stein mit der Nummer eins, sie lassen die Pferde und das Gefolge Katuums zurück und dringen, angetrieben von der Neugierde Berendors weiter vor. Ein Zauberlicht des Elfenkönigs erhellt ihren Weg.
Schließlich erreichen sie einen Quelltobel, am Meilenstein mit der Nummer null. Sie erkennen oberhalb des Wassers einen schlafenden Menschen, eingehüllt in einen erdfarbenen Mantel, den Kopf in einer Kapuze geborgen. Eine Hinde mit einem Kalb bewacht seinen Schlaf und blickt ihre Besucher freundlich an, ehe sie die Person mit den Nüstern anstupst, dass sie aufwacht und, keineswegs erschrocken oder überrascht, sich aufrichtet und die Kapuze zurückschlägt.
Sie sehen einen älteren Mann, die Stirne kahl, doch mit üppigem Bart und langem Haupthaar, weiß, noch mit einzelnen dunklen Strähnen. Mit weit ausgebreiteten Armen läd er die Besucher ein sich zu ihm zu gesellen. Mit den Worten: „Wollen wir einander Gastgeber sein?“ bittet er sie nach Art der Silurer um Gemeinschaft in der Wildnis. Prinz Berendor nimmt mit den üblichen Worten: „Wir wollen einander Gastgeber sein“ an.
Trotz des freundlichen Empfanges ist Gräfin Helne unruhig. Schließlich ist das sichere Geleit des Kaisersohnes und des Elfenkönigs durch Silur ihre Aufgabe. Sie verschweigt Namen und ihren Rang fragt statt dessen den Fremden nach seinem Namen und diesem besonderen Ort. Der nimmt sich mit einer Antwort Zeit, während er seine Besucher mustert. Schließlich beginnt er zu reden:
„Ich bin der Ortloo. Diese Ort ist Silur und Silur ist Dena und wohin als zu Dena können die Wege Silurs führen? Sogar Wegmarken sind gesetzt, dass ihr hierher findet. Und all das ist Dena. Seine kreisender Blick schließt Mensch und Elf, Hinde und Kalb, Tal und Quelle und die Buchen ringsum ein. Wir wollen in ihr Wasser tauchen.“
Mit diesen Worten legt er seinen Mantel ab und tritt in den tiefen Quelltopf, in den er vollständig eintaucht. Momente später hat er sich wieder aufgerichtet und lässt sich von Berendor und Katuum aus dem Wasser helfen. Zögernd tun es ihm die Besucher nach. Anschließend stehen sie tropfnass im Kreis und warten, dass sie trocknen. Helnes kleidet sich als erste an und will zu den Pferden zurückgehen, um nach dem Brauch Essen und Trinken für alle zu holen, doch Berendor hält sie auf und zieht eine runde Haferwaffel des Reiseproviants aus seiner Tasche.
Jortloo nickt: „Eines Kaisers würdig.“ Helne zuckt und Berendor blickt fragend auf, dann wandern seine Blicke zwischen Menschen und Hirschen hin und her. „Sechs Teile“ sagt der Mann: „Welche Zahl könnte heiliger sein?“
Nachdem Menschen und Tiere gegessen haben blicken die Besucher den Bärtigen an. Er scheint kein Gepäck zu haben. Was wird er zum Mahle beisteuern? „Dena umsorgt uns überreichlich“, sagt der und deutet auf die Hirsche. Das Kalb hat seinen Kopf unter den Bauch der Hinde geschmiegt und trinkt, blickt dann auf und tritt beiseite. Ohne Umstände kniet der Mann vor den Hinterbeinen des Muttertieres nieder, legt seinen Kopf in den Nacken und trinkt aus ihrem Euter. „Wirklich?“ fragt Gräfin Helnes entgeistert. „Wirklich“, bestätigt er. Prinz Berendor tritt neben die Hinde. Aufmunternd stupst ihn das Kalb, als er neben der Mutter in die Knie geht. Seine Lippen finden eine Zitze, während er sein Gesicht zwischen Hinterhand, Bauch und Euter birgt. Er saugt leicht und warme Milch strömt ihm in den Mund, mit dem Geschmack von Tier und Wald und Wildnis. Die anderen tun es ihm nach. Dena heißt Mutter.
Sie ruhen und träumen. Der Morgen findet sie im Tobel, am Wasser, nebeneinander ruhend. Die Seeleute aus Katuums Begleitung haben sich im Licht der Frühe aufgemacht sie zu suchen und steigen schwatzend ins Tal hinab. Der Zauber und der Geist der Nacht weichen. Die Matrosen haben alles Nötige für das mundane Frühstück des Morgens mitgebracht. Kurz darauf steigen sie den Hang des Tobels empor, die Pilgerstraße findet ihren Weg und sie folgen ihr gen Morgen, geführt von ihrem Gastgeber der Nacht.
Es dämmert und die Gruppe hat schon geraume Zeit keinen Kroog mehr passiert und die Begegnung mit einem vom Tempel Krangos heimkehrenden Pilger ist auch schon eine Weile her. Die Ringstraße beschreibt hier einen weiten Linksbogen und führt leicht abschüssig durch einen dichten Buchenwald. Die Luft ist spätsommerlich warm.
Gräfin Helne ist voraus geritten um ein Gasthaus oder auch nur einen Silurischen Hof zum Übernachten zu finden, kehrt allerdings schon bald zurück: „Wir scheinen noch auf der Ringstraße zu sein, die Qualität des Pflasters ist in Silur einzigartig. Doch voraus ist weder Gasthaus noch Siedlung und wir hätten schon vor Stunden einen Kroog passieren sollen. Und die Meilensteine zeigen seltsame Zeichen.“ Sie deutet auf eine kniehohe, sechseckige Basaltsäule am Wegesrand. Die Symbole sind in den schwarzen Stein eingemeißelt und weiß ausgemalt und trotz des schwachen Lichtes leicht zu erkennen: In Richtung ihres Weges ein liegendes B, darunter ein Y, darunter eine zwei. Die Flanken zeigen Buchenblätter, die Rückseite ist nicht markiert. Die Gräfin wirkt leicht beunruhigt: „Es geschieht, dass sich die Wege Silurs winden und jene, die ihnen folgen zu seltsamen Orten führen.“
Prinz Berendor berichtet: „Der vorherige Stein trug die Nummer drei und der davor die vier. Wir nähern uns einem Ziel. Ich bin neugierig. Wir sollten den Steinen bis zum Ursprung folgen.“ So reitet die Gruppe weiter.
Die Straße windet sich in engeren Kehren, wird schmaler, führt steiler abwärts und ist schließlich ein bloßer Pfad. Sie erreichen den Stein mit der Nummer eins, sie lassen die Pferde und das Gefolge Katuums zurück und dringen, angetrieben von der Neugierde Berendors weiter vor. Ein Zauberlicht des Elfenkönigs erhellt ihren Weg.
Schließlich erreichen sie einen Quelltobel, am Meilenstein mit der Nummer null. Sie erkennen oberhalb des Wassers einen schlafenden Menschen, eingehüllt in einen erdfarbenen Mantel, den Kopf in einer Kapuze geborgen. Eine Hinde mit einem Kalb bewacht seinen Schlaf und blickt ihre Besucher freundlich an, ehe sie die Person mit den Nüstern anstupst, dass sie aufwacht und, keineswegs erschrocken oder überrascht, sich aufrichtet und die Kapuze zurückschlägt.
Sie sehen einen älteren Mann, die Stirne kahl, doch mit üppigem Bart und langem Haupthaar, weiß, noch mit einzelnen dunklen Strähnen. Mit weit ausgebreiteten Armen läd er die Besucher ein sich zu ihm zu gesellen. Mit den Worten: „Wollen wir einander Gastgeber sein?“ bittet er sie nach Art der Silurer um Gemeinschaft in der Wildnis. Prinz Berendor nimmt mit den üblichen Worten: „Wir wollen einander Gastgeber sein“ an.
Trotz des freundlichen Empfanges ist Gräfin Helne unruhig. Schließlich ist das sichere Geleit des Kaisersohnes und des Elfenkönigs durch Silur ihre Aufgabe. Sie verschweigt Namen und ihren Rang fragt statt dessen den Fremden nach seinem Namen und diesem besonderen Ort. Der nimmt sich mit einer Antwort Zeit, während er seine Besucher mustert. Schließlich beginnt er zu reden:
„Ich bin der Ortloo. Diese Ort ist Silur und Silur ist Dena und wohin als zu Dena können die Wege Silurs führen? Sogar Wegmarken sind gesetzt, dass ihr hierher findet. Und all das ist Dena. Seine kreisender Blick schließt Mensch und Elf, Hinde und Kalb, Tal und Quelle und die Buchen ringsum ein. Wir wollen in ihr Wasser tauchen.“
Mit diesen Worten legt er seinen Mantel ab und tritt in den tiefen Quelltopf, in den er vollständig eintaucht. Momente später hat er sich wieder aufgerichtet und lässt sich von Berendor und Katuum aus dem Wasser helfen. Zögernd tun es ihm die Besucher nach. Anschließend stehen sie tropfnass im Kreis und warten, dass sie trocknen. Helnes kleidet sich als erste an und will zu den Pferden zurückgehen, um nach dem Brauch Essen und Trinken für alle zu holen, doch Berendor hält sie auf und zieht eine runde Haferwaffel des Reiseproviants aus seiner Tasche.
Jortloo nickt: „Eines Kaisers würdig.“ Helne zuckt und Berendor blickt fragend auf, dann wandern seine Blicke zwischen Menschen und Hirschen hin und her. „Sechs Teile“ sagt der Mann: „Welche Zahl könnte heiliger sein?“
Nachdem Menschen und Tiere gegessen haben blicken die Besucher den Bärtigen an. Er scheint kein Gepäck zu haben. Was wird er zum Mahle beisteuern? „Dena umsorgt uns überreichlich“, sagt der und deutet auf die Hirsche. Das Kalb hat seinen Kopf unter den Bauch der Hinde geschmiegt und trinkt, blickt dann auf und tritt beiseite. Ohne Umstände kniet der Mann vor den Hinterbeinen des Muttertieres nieder, legt seinen Kopf in den Nacken und trinkt aus ihrem Euter. „Wirklich?“ fragt Gräfin Helnes entgeistert. „Wirklich“, bestätigt er. Prinz Berendor tritt neben die Hinde. Aufmunternd stupst ihn das Kalb, als er neben der Mutter in die Knie geht. Seine Lippen finden eine Zitze, während er sein Gesicht zwischen Hinterhand, Bauch und Euter birgt. Er saugt leicht und warme Milch strömt ihm in den Mund, mit dem Geschmack von Tier und Wald und Wildnis. Die anderen tun es ihm nach. Dena heißt Mutter.
Sie ruhen und träumen. Der Morgen findet sie im Tobel, am Wasser, nebeneinander ruhend. Die Seeleute aus Katuums Begleitung haben sich im Licht der Frühe aufgemacht sie zu suchen und steigen schwatzend ins Tal hinab. Der Zauber und der Geist der Nacht weichen. Die Matrosen haben alles Nötige für das mundane Frühstück des Morgens mitgebracht. Kurz darauf steigen sie den Hang des Tobels empor, die Pilgerstraße findet ihren Weg und sie folgen ihr gen Morgen, geführt von ihrem Gastgeber der Nacht.
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Re: Kultur aus Silur
Das Zeichen Hagal - Ende des Dachsmondes
Am Morgen ist Jortloo gesprächiger und seine Worte sind weniger kryptisch. Er möchte die Gruppe zur Hagal, zur Winterrune führen, einer Steinsetzung der Druiden und Schamanen Silurs, an der Ringstraße ein kurzes Stück voraus gelegen. Katuum hingegen, der in Jahrhunderten ungeheures Wissen angehäuft hat beschreibt Hagal als Frühlingsmonat und Festtag im fernen Land Aldodwereiya, wo beides mit einem Zeichen dreier, sich in der Mitte kreuzender Linien bezeichnet wird. Ihm sind Runen und Steinsetzungen als Werkzeuge der Magie wohl vertraut und er befragt Jortloo nach ihrer Bedeutung in Silur.
„Wir Silurer leben seit 400 Jahren hier und zwischen den Steinen und sie sind uns nach wie vor Rätsel, auch wenn wir Hinweise haben. Steinsetzungen haben aus sich heraus im ersten Jahrhundert nach Pondaron Silurer als Druiden und Schamanen initiiert und so mag eine ihrer Aufgaben die Weitergabe dieser Traditionen von Volk zu Volk sein, sogar dann, wenn es keine Unterweisung vom Lehrer zum Schüler gibt.“
„Silurer haben die Positionen der Steine vermessen und haben an ihnen Sonnen, Monde und Sterne gepeilt und Daten für die Auf- und Untergänge, für die Meridiandurchgänge der Gestirne darin gefunden. Aber die Steine sind rau, die Peilungen sind grob und unzuverlässig und mögen mehr Zufall sein und unsere Vorstellungen der Absicht der Erbauer spiegeln.“
„Ganz gewiss sind Menhire, Steinreihen, Steinkreise Stätten des Transits an andere Orte. Ob das nun Ebenen Silurs entsprechend den Lehren Vallö Kalundgrags sind oder nur auf anderen Wegen schwer zugängliche Täler nahebei, die einzelne Druiden durch einen Zauber „Steinerner Weg“, ähnlich dem bekannteren Zauber „Hölzerner Weg“ erreichen ist durchaus offen.“ Katuum, der Erzmagier nickt. Er ist einer der wenigen Myraweisen, die den mächtigen Teleportationszauber beherrschen. Mindere Varianten mögen verbreiteter sein.
„Stets ist es Sorge Silurs, dass sich Erdkraft und Fruchtbarkeit der Insel angesichts ihrer vielen Bewohner und ihrer zahlreichen Magienutzer erschöpfen. Steinsetzungen mögen den Verbrauch der Erdkraft mindern oder Erdkraft von weither anziehen. Entsprechende Vorgänge sind dokumentiert, aber im Detail rätselhaft.“
„Viele Druiden und Schamanen Silurs meinen, dass Steinkreise, Steinalleen und Menhire Silur mit einer jenseitigen Welt verbinden, deren Wandel sich dadurch auf das diesseitige Silur überträgt, es zerreißt und und öffnet und wieder schließt und neu verbindet. Auch wenn ihr gestern stets der Ringstraße gefolgt seid habt ihr einen Tobel betreten, den Wanderer vor und nach euch nicht gefunden haben, und der Straße folgend seid ihr heute wieder zwischen die Scharen der Pilger getreten, welche mit euch auf dem Weg zum Krangos sind.“
„Alle Weisen Silurs wissen, dass die Steinsetzungen mit den Adern Denas korrespondieren. Aber ob die Steine die Adern aufspannen oder ob sie vom Ersten Volk Silurs an den Kreuzungen der Adern errichtet worden sind ist durchaus ungewiss. Wir Silurer indes betrachten sie und fragen und forschen mit Freude.“ Berendor lacht, Ortloo schmunzelt, „Erkennen ist ein Prozess und kein Zustand“, bemerkt Katuum weise.
Sie erreichen Hagal in der Abenddämmerung. Aus dem Wald ins Freie tretend blicken sie einen steil abfallenden Hang hinab der in einer weiten Ebene ausläuft. Dort sind Steine in geraden Linien aufgestellt, drei Bündel bildend, die sich an einem exponierten Altarstein schneiden, ein Zeichen, ein Hagal. Die Straße überwindet das Gefälle in Serpentinen und schlägt einen weiten Bogen um das Monument. Pilger rasten an ihrem Rand. Zwischen den Steinen sind Männer und Frauen und Kinder, einige im angeregten Gespräch, einige gemeinsam singend, andere für sich alleine stehen auf den Horizont starrend oder auf Steinen sitzend, monotone Formeln rezitierend. Duftendes Räucherwerk brennt. Eine Gruppe schwingt Schellenkränze und bläst auf schrillen Pfeifen die typische Musik Silurs. Eine Frau in ihren besten Jahren und ein älterer Mann erkennen Jortloo und winken ihn und seine Begleiter zu sich.
Katuum hat das Treiben zwischen den Steinen aufmerksam gemustert und runzelt die Stirne: „Das mag der größte Ruf diesseitiger und jenseitiger Wesen seit dem Ende des Dunklen Zeitalters sein.“ „Ganz gewiss“, stimmt Jortloo mit Stolz in der Stimme zu: „Und sie werden alle kommen. Uns bleibt noch ein wenig Zeit bis Nachtfall und Mondaufgang. Darf ich euch Vigre Torland und Van Sverresgard vorstellen? Frau Torland ist höchstangesehen unter den Schamanen Silurs und Van Sverresgard ist Ulf da Kheitara der Hohen Kheitara von den Steinen auf dem Eiland Eron, oberster Druide Silurs.“
Die beiden sind über die Vorgänge in der fernen Kaiserstadt Chalkis, dem Amtssitz von Kaiser und Kaiserin und Heimat Berendors gut informiert: „Wir hörten, dass eine Kaiserliche Rechtsordnung geschrieben wird und alle Vernunftbegabten Wesen im Gebiet des Kaiserreiches Teil des Kaiserreiches sein sollen. Das ist schon für viele Menschen, die doch mit der Einordnung in eine Gesellschaft vertraut sind schwer zu akzeptieren. Wesen, denen schon der Begriff Gesellschaft fremd ist ist das unmöglich. Wenn aber der Anspruch erhoben wird, dass sie Teil des Kaiserreiches sind muss der Kaiser oder an seiner Statt sein Sohn sich ihnen stellen.“
Erzmagier Katuum konzentriert sich erneut und wirft einen langen Blick auf die die Steine welche die Rune Hagal formen: „Hier sind Wesen anwesend, in den meisten Teilen des Kaiserreiches würde man die Traumritter rufen sie zu vertreiben, in anderen gar nach mir verlangen, dass ich einschreite.“
Vigre Torland und Van Sverresgard warten auf die Entscheidung des Prinzen. „Es ist an mir zu gehen“, sagt er schließlich: „Das Kaiserreich hat einen Anspruch formuliert, den ich erfüllen muss. So wie mein Vater zur Eroberung von Caldûn selber in den Krieg gezogen ist muss ich als sein Nachfolger hier bestehen.“
Es ist Nacht geworden, doch am letzten Tage des Dachsmondes strahlt der Vollmond auf die Ebene, lässt die aufrechten Steine schwarze Schatten werfen. Mit einer leichten Verbeugung, so, wie man in Chalkis zum Tanz auffordert tritt schließlich Vigre Torland zu Berendor, und wie es das Protokoll verlangt nimmt Berendor mit einem Lächeln an und wie bei einem höfischen Ball setzt Musik ein, sobald sich Prinz und Partnerin gefunden haben. „Ein Tanz?“, fragt Berendor. „Ein Tanz“, bestätigt Vigre: „Was sonst?“
Die Musiker spielen mit Schellenkränzen und Seitpfeifen ein schnelles, rhythmisches Lied, in Chalkis würde man es eine Galoppade nennen, ein Lied, das zum Rennen und Springen auffordert, eher zur bäuerlichen Hochzeit auf der Tenne denn zum höfischen Ball im Festsaal passend, wo es gelegentlich zum Kehraus gespielt wird, wenn die Gäste trunken sind und die Förmlichkeiten des Tages fern.
Vigre umfasst Berendors Hüfte mit der Rechten und greift seine Linke und hinein geht es, entlang der Steinreihen, wo Mondlicht und Steinschatten wechseln. Die zwei sind das einzige Tanzpaar im Saale Hagal. Doch zwischen den Steinen warten hunderte Wesen, kleine und winzige, Mäuse und Schlangen, die gewandt zwischen den Schritten des Tanzpaare hindurchhuschen, Katzen, geflügelte gar, die sich auf den Steinen strecken, Libellen und Schmetterlinge, die den Tänzern fliegend das Geleit geben. Berendor hört den schnellen Atem seiner Partnerin, spürt ihre gewandten Bewegungen, wie er sie durch die Steine führt.
Sein Tanzpartner wechselt. Nun ist Van Sverresgard, der Druide, der ihn führt. Sein Tanz ist bestimmt und förmlich, führt ihn dicht an Wesen heran, wie sie wohl überall im Kaiserreich von den Bauern gehalten werden, schwarz im Schatten, grau im Mondlicht, Ziegen und Schafen, wie sie in Silur weit verbreitet sind und unruhig Pferde und die riesigen, sanften Markenrinder, die er in Cryon bewundern durfte. Moment. Soll er hier als Fürst des Viehs eingeführt werden?
Während er sich noch wundert wechselt sein Partner wieder. Nun ist es eine junge Frau, die nicht mehr als einen weiten Lederkragen und einen Lederschurz trägt, deren Fuchsohren aus einer komplizierten, in vielen Strähnen fallenden Flechtfrisur ragen. Sie lacht, als sie ihn zu gewagteren Schritten verführt, dicht an den Wesen der silurischen Fauna vorbei. Flüchtig sieht er die wilden Echsen Callens, er streift das Gefieder von Andus und Flamingos, Honigbären mustern ihn träge. Während eine Bande von Rotkattas sie spielerisch verfolgt streift er Schuppen und Federn und Fell. Ein Parder schlägt mit der Tatze nach ihm, doch sie sind schon weiter getanzt.
Erneut wechselt sein Partner, ein jüngerer Bruder oder vielleicht ein Zwilling der jungen Frau, die gleichen Fuchsohren, die gleiche Frisur, die gleiche Kleidung. Zwischen den Tieren sieht Berendor nun menschenähnliche Wesen, die mit eigenen Instrumenten die Musik der Silurer aufnehmen, mit Fiedeln, Lauten und Flöten den groben, stampfenden Rhythmus der Menschen mit Finesse und Kunst umspielen. Berendor erkennt Dryaden und Faune, Wesen aus der Feenwelt, die ein paar Schritte neben ihnen tanzen und dann zurückbleiben.
Dann tritt eine Dryade zu ihnen, gibt seinem Partner einen Kuss und während der noch verwirrt stehen bleibt hat sie schon Berendors Hand ergriffen und zieht ihn mit sich fort. Sie gibt einen anderen Schritt vor, der besser zu den kunstfertigen Klängen der Nichtmenschen passt. „Du wirst eine Zeit lang und einen Raum groß tapfer sein“, flüstert sie ihm ins Ohr. Berendor nickt. Er ist entschlossen, sich zu bewähren und dem Kaiserreich Ehre zu machen. Über die grüne Schultern der Dryade blickend, ihre Rankenhaare beiseite streichend meint er zu sehen, wie Steine und Boden und Luft, wie Silur selbst lebendig wird. Sind es Moosflecken und Schatten oder sind es Augen, mit denen die Menhire ihn mustern? Sind es Böen oder ist es der Atem des Windes der ihn streift? Ist es feiner, duftender Nebel oder sind es die kühlen Hände des Wassers die ihn streicheln? Sind es seine Sprünge oder ist es der Boden selber, der ihn in die die Höhe wirft? Die Dryade löst ihren Griff und treibt davon, nur einen Moment bleibt ihr Lächeln und ihr Winken.
Berendor schreckt auf. Er hat seine Partnerin im Tanze, seine Führerin verloren. Und der Boden ist fort und Hagal und all die Wesen zwischen den Steinen, und selbst die Gestirne sind fort. Keine Richtungen mehr, kein Oben und kein Unten und alles was ist ist schwach glimmender, gestaltloser Nebel. Ein erschreckendes Gefühl des Fallens im Nichts lässt seinen Magen, seine Glieder verkrampfen. Das muss das Nichts sein, in dem die Götter Myra schufen.
Dann spürt er sanfte Festigkeit an Bauch und Brust, Armen und Beinen. Oben und Unten sind zurück. Er liegt auf einer leicht gewölbten Scheibe aus Horn, dem Rückenpanzer einer gewaltigen Schildkröte. Der schimmernde Nebel verdichtet sich, lässt sternige Schwärze zurück während er zu einem echsigen Wesen kristalliert, das sich an ihn schmiegt, seinen Atem trinkt, ihn seinen Atem kosten lässt.
Dann ist der Rücken der Schildkröte der raue Altarstein in der Mitte der Rune Hagal und das schimmernde, echsische Wesen Vollmondlicht und seine Berührung die tastenden Hände von Katuum und Gräfin Helne, die Puls und Atmung prüfen und sich vergewissern, dass der Prinz unversehrt ist.
Die Begleiter von König Katuum führen ihn zu einem Lagerplatz abseits von Hagal, mit schützender Distanz zur ungezügelten Magie der Silurer. Katuum selber spricht Schutz- und Bannzauber. Gräfin Helne ist verlegen und entschuldigt sich immer wieder aufs neue für das wilde Treiben der Druiden und Schamanen Silurs. Wenn sie sagt, dass ganz gewiss keine Gefahr bestanden habe klingt es, als ob sie sich selber vergewissern will.
Berendor ist schweigsam. Der Tanz, die Wesen, ihre Berührungen, das Nichts, das Jenseits, Schildkröte und Echse klingen in seiner Seele nach. Erzmagier Katuum drängt ihn, seine Erlebnisse genau zu schildern. „Mein Kollege Vallö Kalundgrag hat vor Jahrzehnten auf dem Magiertreffen von Silur einen Vortrag über jenseite Ebenen Silurs gehalten. Vielleicht seid ihr dorthin geführt worden. Es mag aber auch nichts als Sinnestäuschung, Illusion und Rausch sein.
„Würde man mich nun als Kaiser über Tiere, Dryaden und Faune, über die Elemente und Jenseitigen Sphären akzeptieren?“ will Berendor wissen. „Vielleicht als Kaiser für all das“, antwortet Katuum.
Am Morgen ist Jortloo gesprächiger und seine Worte sind weniger kryptisch. Er möchte die Gruppe zur Hagal, zur Winterrune führen, einer Steinsetzung der Druiden und Schamanen Silurs, an der Ringstraße ein kurzes Stück voraus gelegen. Katuum hingegen, der in Jahrhunderten ungeheures Wissen angehäuft hat beschreibt Hagal als Frühlingsmonat und Festtag im fernen Land Aldodwereiya, wo beides mit einem Zeichen dreier, sich in der Mitte kreuzender Linien bezeichnet wird. Ihm sind Runen und Steinsetzungen als Werkzeuge der Magie wohl vertraut und er befragt Jortloo nach ihrer Bedeutung in Silur.
„Wir Silurer leben seit 400 Jahren hier und zwischen den Steinen und sie sind uns nach wie vor Rätsel, auch wenn wir Hinweise haben. Steinsetzungen haben aus sich heraus im ersten Jahrhundert nach Pondaron Silurer als Druiden und Schamanen initiiert und so mag eine ihrer Aufgaben die Weitergabe dieser Traditionen von Volk zu Volk sein, sogar dann, wenn es keine Unterweisung vom Lehrer zum Schüler gibt.“
„Silurer haben die Positionen der Steine vermessen und haben an ihnen Sonnen, Monde und Sterne gepeilt und Daten für die Auf- und Untergänge, für die Meridiandurchgänge der Gestirne darin gefunden. Aber die Steine sind rau, die Peilungen sind grob und unzuverlässig und mögen mehr Zufall sein und unsere Vorstellungen der Absicht der Erbauer spiegeln.“
„Ganz gewiss sind Menhire, Steinreihen, Steinkreise Stätten des Transits an andere Orte. Ob das nun Ebenen Silurs entsprechend den Lehren Vallö Kalundgrags sind oder nur auf anderen Wegen schwer zugängliche Täler nahebei, die einzelne Druiden durch einen Zauber „Steinerner Weg“, ähnlich dem bekannteren Zauber „Hölzerner Weg“ erreichen ist durchaus offen.“ Katuum, der Erzmagier nickt. Er ist einer der wenigen Myraweisen, die den mächtigen Teleportationszauber beherrschen. Mindere Varianten mögen verbreiteter sein.
„Stets ist es Sorge Silurs, dass sich Erdkraft und Fruchtbarkeit der Insel angesichts ihrer vielen Bewohner und ihrer zahlreichen Magienutzer erschöpfen. Steinsetzungen mögen den Verbrauch der Erdkraft mindern oder Erdkraft von weither anziehen. Entsprechende Vorgänge sind dokumentiert, aber im Detail rätselhaft.“
„Viele Druiden und Schamanen Silurs meinen, dass Steinkreise, Steinalleen und Menhire Silur mit einer jenseitigen Welt verbinden, deren Wandel sich dadurch auf das diesseitige Silur überträgt, es zerreißt und und öffnet und wieder schließt und neu verbindet. Auch wenn ihr gestern stets der Ringstraße gefolgt seid habt ihr einen Tobel betreten, den Wanderer vor und nach euch nicht gefunden haben, und der Straße folgend seid ihr heute wieder zwischen die Scharen der Pilger getreten, welche mit euch auf dem Weg zum Krangos sind.“
„Alle Weisen Silurs wissen, dass die Steinsetzungen mit den Adern Denas korrespondieren. Aber ob die Steine die Adern aufspannen oder ob sie vom Ersten Volk Silurs an den Kreuzungen der Adern errichtet worden sind ist durchaus ungewiss. Wir Silurer indes betrachten sie und fragen und forschen mit Freude.“ Berendor lacht, Ortloo schmunzelt, „Erkennen ist ein Prozess und kein Zustand“, bemerkt Katuum weise.
Sie erreichen Hagal in der Abenddämmerung. Aus dem Wald ins Freie tretend blicken sie einen steil abfallenden Hang hinab der in einer weiten Ebene ausläuft. Dort sind Steine in geraden Linien aufgestellt, drei Bündel bildend, die sich an einem exponierten Altarstein schneiden, ein Zeichen, ein Hagal. Die Straße überwindet das Gefälle in Serpentinen und schlägt einen weiten Bogen um das Monument. Pilger rasten an ihrem Rand. Zwischen den Steinen sind Männer und Frauen und Kinder, einige im angeregten Gespräch, einige gemeinsam singend, andere für sich alleine stehen auf den Horizont starrend oder auf Steinen sitzend, monotone Formeln rezitierend. Duftendes Räucherwerk brennt. Eine Gruppe schwingt Schellenkränze und bläst auf schrillen Pfeifen die typische Musik Silurs. Eine Frau in ihren besten Jahren und ein älterer Mann erkennen Jortloo und winken ihn und seine Begleiter zu sich.
Katuum hat das Treiben zwischen den Steinen aufmerksam gemustert und runzelt die Stirne: „Das mag der größte Ruf diesseitiger und jenseitiger Wesen seit dem Ende des Dunklen Zeitalters sein.“ „Ganz gewiss“, stimmt Jortloo mit Stolz in der Stimme zu: „Und sie werden alle kommen. Uns bleibt noch ein wenig Zeit bis Nachtfall und Mondaufgang. Darf ich euch Vigre Torland und Van Sverresgard vorstellen? Frau Torland ist höchstangesehen unter den Schamanen Silurs und Van Sverresgard ist Ulf da Kheitara der Hohen Kheitara von den Steinen auf dem Eiland Eron, oberster Druide Silurs.“
Die beiden sind über die Vorgänge in der fernen Kaiserstadt Chalkis, dem Amtssitz von Kaiser und Kaiserin und Heimat Berendors gut informiert: „Wir hörten, dass eine Kaiserliche Rechtsordnung geschrieben wird und alle Vernunftbegabten Wesen im Gebiet des Kaiserreiches Teil des Kaiserreiches sein sollen. Das ist schon für viele Menschen, die doch mit der Einordnung in eine Gesellschaft vertraut sind schwer zu akzeptieren. Wesen, denen schon der Begriff Gesellschaft fremd ist ist das unmöglich. Wenn aber der Anspruch erhoben wird, dass sie Teil des Kaiserreiches sind muss der Kaiser oder an seiner Statt sein Sohn sich ihnen stellen.“
Erzmagier Katuum konzentriert sich erneut und wirft einen langen Blick auf die die Steine welche die Rune Hagal formen: „Hier sind Wesen anwesend, in den meisten Teilen des Kaiserreiches würde man die Traumritter rufen sie zu vertreiben, in anderen gar nach mir verlangen, dass ich einschreite.“
Vigre Torland und Van Sverresgard warten auf die Entscheidung des Prinzen. „Es ist an mir zu gehen“, sagt er schließlich: „Das Kaiserreich hat einen Anspruch formuliert, den ich erfüllen muss. So wie mein Vater zur Eroberung von Caldûn selber in den Krieg gezogen ist muss ich als sein Nachfolger hier bestehen.“
Es ist Nacht geworden, doch am letzten Tage des Dachsmondes strahlt der Vollmond auf die Ebene, lässt die aufrechten Steine schwarze Schatten werfen. Mit einer leichten Verbeugung, so, wie man in Chalkis zum Tanz auffordert tritt schließlich Vigre Torland zu Berendor, und wie es das Protokoll verlangt nimmt Berendor mit einem Lächeln an und wie bei einem höfischen Ball setzt Musik ein, sobald sich Prinz und Partnerin gefunden haben. „Ein Tanz?“, fragt Berendor. „Ein Tanz“, bestätigt Vigre: „Was sonst?“
Die Musiker spielen mit Schellenkränzen und Seitpfeifen ein schnelles, rhythmisches Lied, in Chalkis würde man es eine Galoppade nennen, ein Lied, das zum Rennen und Springen auffordert, eher zur bäuerlichen Hochzeit auf der Tenne denn zum höfischen Ball im Festsaal passend, wo es gelegentlich zum Kehraus gespielt wird, wenn die Gäste trunken sind und die Förmlichkeiten des Tages fern.
Vigre umfasst Berendors Hüfte mit der Rechten und greift seine Linke und hinein geht es, entlang der Steinreihen, wo Mondlicht und Steinschatten wechseln. Die zwei sind das einzige Tanzpaar im Saale Hagal. Doch zwischen den Steinen warten hunderte Wesen, kleine und winzige, Mäuse und Schlangen, die gewandt zwischen den Schritten des Tanzpaare hindurchhuschen, Katzen, geflügelte gar, die sich auf den Steinen strecken, Libellen und Schmetterlinge, die den Tänzern fliegend das Geleit geben. Berendor hört den schnellen Atem seiner Partnerin, spürt ihre gewandten Bewegungen, wie er sie durch die Steine führt.
Sein Tanzpartner wechselt. Nun ist Van Sverresgard, der Druide, der ihn führt. Sein Tanz ist bestimmt und förmlich, führt ihn dicht an Wesen heran, wie sie wohl überall im Kaiserreich von den Bauern gehalten werden, schwarz im Schatten, grau im Mondlicht, Ziegen und Schafen, wie sie in Silur weit verbreitet sind und unruhig Pferde und die riesigen, sanften Markenrinder, die er in Cryon bewundern durfte. Moment. Soll er hier als Fürst des Viehs eingeführt werden?
Während er sich noch wundert wechselt sein Partner wieder. Nun ist es eine junge Frau, die nicht mehr als einen weiten Lederkragen und einen Lederschurz trägt, deren Fuchsohren aus einer komplizierten, in vielen Strähnen fallenden Flechtfrisur ragen. Sie lacht, als sie ihn zu gewagteren Schritten verführt, dicht an den Wesen der silurischen Fauna vorbei. Flüchtig sieht er die wilden Echsen Callens, er streift das Gefieder von Andus und Flamingos, Honigbären mustern ihn träge. Während eine Bande von Rotkattas sie spielerisch verfolgt streift er Schuppen und Federn und Fell. Ein Parder schlägt mit der Tatze nach ihm, doch sie sind schon weiter getanzt.
Erneut wechselt sein Partner, ein jüngerer Bruder oder vielleicht ein Zwilling der jungen Frau, die gleichen Fuchsohren, die gleiche Frisur, die gleiche Kleidung. Zwischen den Tieren sieht Berendor nun menschenähnliche Wesen, die mit eigenen Instrumenten die Musik der Silurer aufnehmen, mit Fiedeln, Lauten und Flöten den groben, stampfenden Rhythmus der Menschen mit Finesse und Kunst umspielen. Berendor erkennt Dryaden und Faune, Wesen aus der Feenwelt, die ein paar Schritte neben ihnen tanzen und dann zurückbleiben.
Dann tritt eine Dryade zu ihnen, gibt seinem Partner einen Kuss und während der noch verwirrt stehen bleibt hat sie schon Berendors Hand ergriffen und zieht ihn mit sich fort. Sie gibt einen anderen Schritt vor, der besser zu den kunstfertigen Klängen der Nichtmenschen passt. „Du wirst eine Zeit lang und einen Raum groß tapfer sein“, flüstert sie ihm ins Ohr. Berendor nickt. Er ist entschlossen, sich zu bewähren und dem Kaiserreich Ehre zu machen. Über die grüne Schultern der Dryade blickend, ihre Rankenhaare beiseite streichend meint er zu sehen, wie Steine und Boden und Luft, wie Silur selbst lebendig wird. Sind es Moosflecken und Schatten oder sind es Augen, mit denen die Menhire ihn mustern? Sind es Böen oder ist es der Atem des Windes der ihn streift? Ist es feiner, duftender Nebel oder sind es die kühlen Hände des Wassers die ihn streicheln? Sind es seine Sprünge oder ist es der Boden selber, der ihn in die die Höhe wirft? Die Dryade löst ihren Griff und treibt davon, nur einen Moment bleibt ihr Lächeln und ihr Winken.
Berendor schreckt auf. Er hat seine Partnerin im Tanze, seine Führerin verloren. Und der Boden ist fort und Hagal und all die Wesen zwischen den Steinen, und selbst die Gestirne sind fort. Keine Richtungen mehr, kein Oben und kein Unten und alles was ist ist schwach glimmender, gestaltloser Nebel. Ein erschreckendes Gefühl des Fallens im Nichts lässt seinen Magen, seine Glieder verkrampfen. Das muss das Nichts sein, in dem die Götter Myra schufen.
Dann spürt er sanfte Festigkeit an Bauch und Brust, Armen und Beinen. Oben und Unten sind zurück. Er liegt auf einer leicht gewölbten Scheibe aus Horn, dem Rückenpanzer einer gewaltigen Schildkröte. Der schimmernde Nebel verdichtet sich, lässt sternige Schwärze zurück während er zu einem echsigen Wesen kristalliert, das sich an ihn schmiegt, seinen Atem trinkt, ihn seinen Atem kosten lässt.
Dann ist der Rücken der Schildkröte der raue Altarstein in der Mitte der Rune Hagal und das schimmernde, echsische Wesen Vollmondlicht und seine Berührung die tastenden Hände von Katuum und Gräfin Helne, die Puls und Atmung prüfen und sich vergewissern, dass der Prinz unversehrt ist.
Die Begleiter von König Katuum führen ihn zu einem Lagerplatz abseits von Hagal, mit schützender Distanz zur ungezügelten Magie der Silurer. Katuum selber spricht Schutz- und Bannzauber. Gräfin Helne ist verlegen und entschuldigt sich immer wieder aufs neue für das wilde Treiben der Druiden und Schamanen Silurs. Wenn sie sagt, dass ganz gewiss keine Gefahr bestanden habe klingt es, als ob sie sich selber vergewissern will.
Berendor ist schweigsam. Der Tanz, die Wesen, ihre Berührungen, das Nichts, das Jenseits, Schildkröte und Echse klingen in seiner Seele nach. Erzmagier Katuum drängt ihn, seine Erlebnisse genau zu schildern. „Mein Kollege Vallö Kalundgrag hat vor Jahrzehnten auf dem Magiertreffen von Silur einen Vortrag über jenseite Ebenen Silurs gehalten. Vielleicht seid ihr dorthin geführt worden. Es mag aber auch nichts als Sinnestäuschung, Illusion und Rausch sein.
„Würde man mich nun als Kaiser über Tiere, Dryaden und Faune, über die Elemente und Jenseitigen Sphären akzeptieren?“ will Berendor wissen. „Vielleicht als Kaiser für all das“, antwortet Katuum.
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Re: Kultur aus Silur
Der Weg zum KRANGOS, zum Großen Tempel - Anfang des Adlermondes
Das ganze Volk, alle Tiere, alle Wesen bleiben am Hagal zurück. Gräfin Helne hat am Morgen einige empörte Worte mit Ortloo, mit der unter den Schamanen Silurs höchst angesehene Vigre Torland, und dem obersten Druiden Van Sverresgard gewechselt und mag keinen weiteren Kontakt zulassen.
Jetzt, nahe der Metropole Belfalas und kurz vor dem KRANGOS, ihrem Etappenziel ist die Ringstraße belebt. Die berittene Gruppe um Prinz Berendor überholt Pilger zu Fuß. Viele Bauernfamilien sind unterwegs. Zwischen Mähen und Heuen, während das geschnittene Heu, das Winterfutter der Tiere auf den Wiesen trocknet und bevor es in die Scheunen eingebracht wird pilgern sie zum großen Tempel um für die Ernte zu danken. Hinzu kommen Hausierer, Handwerksgesellen, Scholaren.
Sie erreichen eine Brücke, welche das tief eingekerbte das Tal der Vinn überspannt, hoch über den Wipfeln der Bäume auf dem Talgrund. Hier wird Gräfin Helnes zurückbleiben um die als Diplomaten ausersehenen Begleiter von König Katuum zur Hauptstadt Belfalas zu bringen. Auf der gegenüberliegenden Talseite sollen Priester des KRANGOS die Führung übernehmen. Auch die Pferde bleiben zurück. Jenseits des Tales liegt das Gebirgsland Morossos, dessen Pfade für Reiter kaum passierbar sind.
Die Brücke ist breit, vier zweispännige Ochsenkarren könnten sie nebeneinander fahrend passieren. Doch kein Geländer sichert die Brücke und ein Sturz mag tödlich enden. Katuum blickt fragend zu seinem Schüler. „Es ist ein Test,“ befindet Prinz Berendor: „Eine Probe auf Mut und Verstand. Bist du würdig, Gläubiger, deinen Göttern zu begegnen? Wandelst du mit Bedacht in der Mitte oder waghalsig am Rand?“ Gleich den meisten Pilgern wahren sie Abstand zum Abgrund.
Jenseits werden sie auf einer Anhöhe von einer bunt gekleideten Gruppe Männer und Frauen erwartet, die sie zu sich heran winken. Es sind Priester des KRANGOS. Einundzwanzig Personen zählen König Katuum und Prinz Berendor als sie näher treten.
Als die Frau in der Mitte, sie trägt eine weiße Robe mit einem Blätter in allen Regenbogenfarben tragenden Baum grüßend die Arme ausbreitet tanzen ihre Begleiter zum Willkommen der Gäste den flachen Hang des Hügels abwärts, eine bunte Blüte darstellend, die sich zum Empfang der hohen Gäste öffnet. Ihre Zahl und ihre Farbenpracht repräsentieren die Vollkommene Vielfalt des Pantheons.
Für den König und den Prinzen halten sie neue Kleider aus feinster Jeddwolle als Geschenk bereit, wahlweise im Blau und Beige Silurs oder in Längsstreifen in den Farben des Regenbogens eingefärbt oder weiß gebleicht. Katuum wählt direkt das schlichte Weiß. Berendor ist unsicher, entscheidet sich dann aber, vielleicht ermuntert vom Lächeln einer jungen Priesterin, deren Robe spielende Katzen in hellem Grün und dunklem Blauschwarz zeigt für eine buntgestreifte Robe.
Gemeinsam folgen sie der beständig ansteigenden, sich entlang der Machairasseite des Beldals, einem Seitental des Vinntales aufwärts schlängelnden Pilgerstraße. Alle Weile stimmt eine Priesterin, ein Priester ein Lied an. Der einfache Refrain wird von den Pilgern in Hörweite mitgesungen. Bei andere Gelegenheiten erhebt sich eine Stimme im Gebet und mit einem kräftigen „Ja Svose - Ja, das ist wahr“ bestätigen die Reisenden die Heiligen Worte, auch wenn es nicht die Heiligen Worte ihres eigenen Glaubens sind.
In den Pausen von Lied und Gebet kommen Besucher und Priester schnell ins Gespräch und natürlich ist Religion ihr Thema, ein Thema, über das in Silur gerne und freundschaftlich geredet wird. Nicht, um ein Gegenüber zu bekehren sondern um dessen Glauben kennen zu lernen und um vielleicht in die eigene Glaubenswelt zu integrieren, was anderen offenbart wurde.
Silurer wissen, dass sie über Glauben nicht streiten können, müssten sie doch den Glauben eines Anderen als ungültig betrachten, wenn er ihrem eigenen Glauben widerspricht. Da aber beider Glauben von Göttern offenbart wurde müsste eine Offenbarung falsch sein. Diese Vorstellung ist dem Silurer schwer erträglich. Deswegen akzeptiert er, dass Göttinnen und Götter sich in unterschiedlichen Kulturen und verschiedenen Personen vielfältig offenbaren und jedem individuelle Wahrheiten lehren. Nicht nur die Götter sind vielfältig, Vielfalt zeichnet auch die Lehren jedes Gottes aus.
Es ist ein ganz anderes Denken als es die zentralistische Chnumkirche des Kaiserreiches vertritt. Mit gewisser Belustigung bemerkt Leines Albuskjell, deren grüne Robe mit dem goldenen Widderkopf sie als Priesterin des Chnum ausweist, dass es unter den Priestern und Gläubigen Silurs natürlich auch solche gibt, welche die Deutungshoheit Sukors, des Höchstpriesters des Chnum in allen Fragen der Chnumreligion bejahen.
Prinz Berendor fragt sie, ob mangelnder Gehorsam gegenüber höheren Priestern, insbesondere dem Höchstpriester, der Inkarnation Chnums auf Myra nicht bereits Kern eines Abfalls vom Glauben sind. Lachend antwortet Leines, dass ein Abfall von dem Glauben, der ihr offenbart wurde ganz gewiss ein Abfall vom Glauben sei, auch wenn ihr Glaube sich von dem des Höchstpriesters unterscheidet.
Prinz Berendor fragt, ob sich einundzwanzig Götter mit noch viel mehr verschiedenen Glaubensrichtungen friedlich einen einzigen Tempel teilen können. „Das geht“, bestätigt Harden von Halion selbstbewusst. An seiner leuchtend roten Robe mit dem weißen Pferd auf der Brust ist er leicht als Priester des Artan zu erkennen und er umarmt Schimmer vom Sturm, den türkisgewandeten Priester des Dondra, der Hand in Hand neben ihm geht und küsst ihn auf die Wange: „Wenn wir Gläubige uns respektieren, ja lieben können unsere Götter nicht streiten.“
Prinz Berendor fragt, ob ein großer Tempel, den sich einundzwanzig Götter teilen wohl Segen bringen kann wie ein großer Tempel, der alleine einem Gott geweiht ist. Die Priester Silurs geben zu, das nicht zu wissen. Vee Hunenoort, die Priesterin der Dena mit dem regenbogenfarbenbeblätterten Baum auf der Brust drückt die Ungewissheit aus: „Tatsächlich schien rings um ein Heiligtum Chnums lange sein Erntesegen sicher. Aber werden die Stürme Dondras feindliche Seefahrer von den Inseln rings um seinen Großen Tempel fernhalten? Ließe ein Haus Nortos den Handel prosperieren, kann ein Haus Denas eheliche Treue garantieren? All das war auch in den Tagen des Erntesegens eher vage.“ Doch fest im Glauben erklärt sie: „Ganz gewiss aber gibt es keine Präsenz der Finstergottheiten in Silur und ganz gewiss sind mit Dena und Chnum auch ihre Kinder und Kindeskinder in der Heilige Familie auf Silur gegenwärtig.“ „Ja Svose - Ja, das ist wahr.“ bestätigt die Gemeinschaft der Pilger.
Dann fragt Prinz Berendor, ob die religiöse Vielfalt Silurs, gebündelt in einem Tempel ein Schritt zur im Kaiserreich verfehmten Pantheonreligion sei. Das weist die großgewachsene Priesterin des Anur mit einer angriffslustigen Löwin auf der Brust ihrer leuchtend orangen, ärmellosen Robe harsch zurück. „Wir lassen uns nicht von einer einzige Religion unter Führung einer einzigen Priesterschaft einnehmen. Diese Pantheonsreligion ist uns Silurern fremd.“ Das nun aber der wichtigste Repräsentant dieser Religion, der Priester Laurentius augenscheinlich von der Chnumkirche eingekerkert und zum Verstummen gebracht wurde ist ihr aber auch nicht recht: „Was ist das für ein beschämender Kleinglaube, der den Kontakt mit Andersgläubigen im Gebete und im Gespräche scheut?“
Zuletzt fragt Prinz Berendor nach der Rolle von Mannanaun, dem verfehmten Gott, dem vorgeworfen wird, die Götterkriege ausgelöst und unsägliches Leid über Myra gebracht zu haben. Es antwortet Alvik Arvidsjanger, ein stattlicher Mann, den man an seiner dunkelblaue Robe mit dem goldenen Anker als Priester des Norto erkennt. Sein Weidra, seine Gürtelschnalle zieren drei silberne Fische. „Mannanaun hat keine auf Silur bekannten Verehrer und keine bekannte Kultstätte, ganz gewiss nicht im KRANGOS.“ beginnt er mit tiefer und bedächtiger Stimme: „Über ihn selber können wir nicht urteilen, denn wir haben nur die Worte der Götter, die ihn anklagten, von denen wir wissen, dass sie sehr menschlich agieren können. Er selber, nun...“ will er schließen, doch Vee Hunenoort, die Priesterin der Dena unterbricht ihn: „...ist geborgen in Denas Schoß.“ Einige Priester blicken sie missbilligend an. Doch sie hat, nach einer in Silur weit verbreiteten Überzeugung recht. Der Boden Myras, das Gefängnis, in dem die siegreichen Götter Mannanaun eingeschlossen haben ist nichts anderes als der Leib Denas, in dem er ruht bis sie ihn freigibt.
Es wird Abend. Singend und betend und redend erreichen Prinz Berendor und König Katuum mit den Priestern die sie begleiten schließlich den letzten Kroog vor dem Tempel. Hier wollen sie die Nacht verbringen, dass sie am Morgen in den KRANGOS einziehen können.
Das ganze Volk, alle Tiere, alle Wesen bleiben am Hagal zurück. Gräfin Helne hat am Morgen einige empörte Worte mit Ortloo, mit der unter den Schamanen Silurs höchst angesehene Vigre Torland, und dem obersten Druiden Van Sverresgard gewechselt und mag keinen weiteren Kontakt zulassen.
Jetzt, nahe der Metropole Belfalas und kurz vor dem KRANGOS, ihrem Etappenziel ist die Ringstraße belebt. Die berittene Gruppe um Prinz Berendor überholt Pilger zu Fuß. Viele Bauernfamilien sind unterwegs. Zwischen Mähen und Heuen, während das geschnittene Heu, das Winterfutter der Tiere auf den Wiesen trocknet und bevor es in die Scheunen eingebracht wird pilgern sie zum großen Tempel um für die Ernte zu danken. Hinzu kommen Hausierer, Handwerksgesellen, Scholaren.
Sie erreichen eine Brücke, welche das tief eingekerbte das Tal der Vinn überspannt, hoch über den Wipfeln der Bäume auf dem Talgrund. Hier wird Gräfin Helnes zurückbleiben um die als Diplomaten ausersehenen Begleiter von König Katuum zur Hauptstadt Belfalas zu bringen. Auf der gegenüberliegenden Talseite sollen Priester des KRANGOS die Führung übernehmen. Auch die Pferde bleiben zurück. Jenseits des Tales liegt das Gebirgsland Morossos, dessen Pfade für Reiter kaum passierbar sind.
Die Brücke ist breit, vier zweispännige Ochsenkarren könnten sie nebeneinander fahrend passieren. Doch kein Geländer sichert die Brücke und ein Sturz mag tödlich enden. Katuum blickt fragend zu seinem Schüler. „Es ist ein Test,“ befindet Prinz Berendor: „Eine Probe auf Mut und Verstand. Bist du würdig, Gläubiger, deinen Göttern zu begegnen? Wandelst du mit Bedacht in der Mitte oder waghalsig am Rand?“ Gleich den meisten Pilgern wahren sie Abstand zum Abgrund.
Jenseits werden sie auf einer Anhöhe von einer bunt gekleideten Gruppe Männer und Frauen erwartet, die sie zu sich heran winken. Es sind Priester des KRANGOS. Einundzwanzig Personen zählen König Katuum und Prinz Berendor als sie näher treten.
Als die Frau in der Mitte, sie trägt eine weiße Robe mit einem Blätter in allen Regenbogenfarben tragenden Baum grüßend die Arme ausbreitet tanzen ihre Begleiter zum Willkommen der Gäste den flachen Hang des Hügels abwärts, eine bunte Blüte darstellend, die sich zum Empfang der hohen Gäste öffnet. Ihre Zahl und ihre Farbenpracht repräsentieren die Vollkommene Vielfalt des Pantheons.
Für den König und den Prinzen halten sie neue Kleider aus feinster Jeddwolle als Geschenk bereit, wahlweise im Blau und Beige Silurs oder in Längsstreifen in den Farben des Regenbogens eingefärbt oder weiß gebleicht. Katuum wählt direkt das schlichte Weiß. Berendor ist unsicher, entscheidet sich dann aber, vielleicht ermuntert vom Lächeln einer jungen Priesterin, deren Robe spielende Katzen in hellem Grün und dunklem Blauschwarz zeigt für eine buntgestreifte Robe.
Gemeinsam folgen sie der beständig ansteigenden, sich entlang der Machairasseite des Beldals, einem Seitental des Vinntales aufwärts schlängelnden Pilgerstraße. Alle Weile stimmt eine Priesterin, ein Priester ein Lied an. Der einfache Refrain wird von den Pilgern in Hörweite mitgesungen. Bei andere Gelegenheiten erhebt sich eine Stimme im Gebet und mit einem kräftigen „Ja Svose - Ja, das ist wahr“ bestätigen die Reisenden die Heiligen Worte, auch wenn es nicht die Heiligen Worte ihres eigenen Glaubens sind.
In den Pausen von Lied und Gebet kommen Besucher und Priester schnell ins Gespräch und natürlich ist Religion ihr Thema, ein Thema, über das in Silur gerne und freundschaftlich geredet wird. Nicht, um ein Gegenüber zu bekehren sondern um dessen Glauben kennen zu lernen und um vielleicht in die eigene Glaubenswelt zu integrieren, was anderen offenbart wurde.
Silurer wissen, dass sie über Glauben nicht streiten können, müssten sie doch den Glauben eines Anderen als ungültig betrachten, wenn er ihrem eigenen Glauben widerspricht. Da aber beider Glauben von Göttern offenbart wurde müsste eine Offenbarung falsch sein. Diese Vorstellung ist dem Silurer schwer erträglich. Deswegen akzeptiert er, dass Göttinnen und Götter sich in unterschiedlichen Kulturen und verschiedenen Personen vielfältig offenbaren und jedem individuelle Wahrheiten lehren. Nicht nur die Götter sind vielfältig, Vielfalt zeichnet auch die Lehren jedes Gottes aus.
Es ist ein ganz anderes Denken als es die zentralistische Chnumkirche des Kaiserreiches vertritt. Mit gewisser Belustigung bemerkt Leines Albuskjell, deren grüne Robe mit dem goldenen Widderkopf sie als Priesterin des Chnum ausweist, dass es unter den Priestern und Gläubigen Silurs natürlich auch solche gibt, welche die Deutungshoheit Sukors, des Höchstpriesters des Chnum in allen Fragen der Chnumreligion bejahen.
Prinz Berendor fragt sie, ob mangelnder Gehorsam gegenüber höheren Priestern, insbesondere dem Höchstpriester, der Inkarnation Chnums auf Myra nicht bereits Kern eines Abfalls vom Glauben sind. Lachend antwortet Leines, dass ein Abfall von dem Glauben, der ihr offenbart wurde ganz gewiss ein Abfall vom Glauben sei, auch wenn ihr Glaube sich von dem des Höchstpriesters unterscheidet.
Prinz Berendor fragt, ob sich einundzwanzig Götter mit noch viel mehr verschiedenen Glaubensrichtungen friedlich einen einzigen Tempel teilen können. „Das geht“, bestätigt Harden von Halion selbstbewusst. An seiner leuchtend roten Robe mit dem weißen Pferd auf der Brust ist er leicht als Priester des Artan zu erkennen und er umarmt Schimmer vom Sturm, den türkisgewandeten Priester des Dondra, der Hand in Hand neben ihm geht und küsst ihn auf die Wange: „Wenn wir Gläubige uns respektieren, ja lieben können unsere Götter nicht streiten.“
Prinz Berendor fragt, ob ein großer Tempel, den sich einundzwanzig Götter teilen wohl Segen bringen kann wie ein großer Tempel, der alleine einem Gott geweiht ist. Die Priester Silurs geben zu, das nicht zu wissen. Vee Hunenoort, die Priesterin der Dena mit dem regenbogenfarbenbeblätterten Baum auf der Brust drückt die Ungewissheit aus: „Tatsächlich schien rings um ein Heiligtum Chnums lange sein Erntesegen sicher. Aber werden die Stürme Dondras feindliche Seefahrer von den Inseln rings um seinen Großen Tempel fernhalten? Ließe ein Haus Nortos den Handel prosperieren, kann ein Haus Denas eheliche Treue garantieren? All das war auch in den Tagen des Erntesegens eher vage.“ Doch fest im Glauben erklärt sie: „Ganz gewiss aber gibt es keine Präsenz der Finstergottheiten in Silur und ganz gewiss sind mit Dena und Chnum auch ihre Kinder und Kindeskinder in der Heilige Familie auf Silur gegenwärtig.“ „Ja Svose - Ja, das ist wahr.“ bestätigt die Gemeinschaft der Pilger.
Dann fragt Prinz Berendor, ob die religiöse Vielfalt Silurs, gebündelt in einem Tempel ein Schritt zur im Kaiserreich verfehmten Pantheonreligion sei. Das weist die großgewachsene Priesterin des Anur mit einer angriffslustigen Löwin auf der Brust ihrer leuchtend orangen, ärmellosen Robe harsch zurück. „Wir lassen uns nicht von einer einzige Religion unter Führung einer einzigen Priesterschaft einnehmen. Diese Pantheonsreligion ist uns Silurern fremd.“ Das nun aber der wichtigste Repräsentant dieser Religion, der Priester Laurentius augenscheinlich von der Chnumkirche eingekerkert und zum Verstummen gebracht wurde ist ihr aber auch nicht recht: „Was ist das für ein beschämender Kleinglaube, der den Kontakt mit Andersgläubigen im Gebete und im Gespräche scheut?“
Zuletzt fragt Prinz Berendor nach der Rolle von Mannanaun, dem verfehmten Gott, dem vorgeworfen wird, die Götterkriege ausgelöst und unsägliches Leid über Myra gebracht zu haben. Es antwortet Alvik Arvidsjanger, ein stattlicher Mann, den man an seiner dunkelblaue Robe mit dem goldenen Anker als Priester des Norto erkennt. Sein Weidra, seine Gürtelschnalle zieren drei silberne Fische. „Mannanaun hat keine auf Silur bekannten Verehrer und keine bekannte Kultstätte, ganz gewiss nicht im KRANGOS.“ beginnt er mit tiefer und bedächtiger Stimme: „Über ihn selber können wir nicht urteilen, denn wir haben nur die Worte der Götter, die ihn anklagten, von denen wir wissen, dass sie sehr menschlich agieren können. Er selber, nun...“ will er schließen, doch Vee Hunenoort, die Priesterin der Dena unterbricht ihn: „...ist geborgen in Denas Schoß.“ Einige Priester blicken sie missbilligend an. Doch sie hat, nach einer in Silur weit verbreiteten Überzeugung recht. Der Boden Myras, das Gefängnis, in dem die siegreichen Götter Mannanaun eingeschlossen haben ist nichts anderes als der Leib Denas, in dem er ruht bis sie ihn freigibt.
Es wird Abend. Singend und betend und redend erreichen Prinz Berendor und König Katuum mit den Priestern die sie begleiten schließlich den letzten Kroog vor dem Tempel. Hier wollen sie die Nacht verbringen, dass sie am Morgen in den KRANGOS einziehen können.
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Re: Kultur aus Silur
KRANGOS, der Große Tempel - Anfang des Adlermondes
Sie brechen früh auf. Yellu Barkan, der Priester der Chela in der grauen Robe mit der roten Schildkröte auf der Brust hält ein Astrolabium und misst alle Weile die Sonnenhöhe um anschließend die Gruppe anzutreiben oder zu Pausen aufzufordern. Dann erreichen sie das Ende der Pilgerstraße und den Eingang des Krangostales, zwei gewaltige Pylone, Pfeiler aus massivem Mauerwerk welche die Sphäre des Mundanen von der Sphäre des Spirituellen scheiden und doch weit auseinander stehen, um allem Gästen Einlass zu gewähren. Sie treffen zur rechten Zeit ein. Genau zwischen den Pylonen hindurch strahlt majestätisch die Sonne auf die Besucher nieder, ihnen zwischen den Schatten, welche die Pfeiler werfen einen Weg aus Licht ins heilige Tal bahnend.
Während sie das Schauspiel bewundern nimmt Vee Hunenoort, die weiß gewandete Priesterin der Dena mit dem ebenfalls weiß gekleideten Elfenkönig Katuum Prinz Berendor in seiner bunten Robe in die Mitte und führen den bunt gekleideten Zug an. Das gleißende Licht der Sonne blendet sie und Stille umgibt sie während die kühlen, finsteren Massen der Mauern links und recht von ihnen ragen.
Dann treten die Drei in die Freiheit eines weiten Hochtales. Die schirmgleichen Kronen hoher Bäume werfen Schatten, ihre Stämme rahmen den Blick auf die Halle des KRANGOS, die sich, gemauert aus weißem Marmor eine halbe Wegstunde vor ihnen erhebt. Ihnen zugewandt haben sich Pilger versammelt. Hinter ihnen tanzen die Priester des KRANGOS hervor, links und rechts, erneut das Bild einer bunt aufbrechende Knospe bildend, mit ihnen als Mitte.
Kein Zeremoniell wurde verabredet und so hebt erst Prinz Berendor, dann Vee und Katuum und schließlich alle Priester grüßend und segnend die Arme, lassen die Menge in Jubel ausbrechen.
Sie gehen der Menge voran, der Prachtstraße zum KRANGOS folgend. Tul Tonsberg, an seiner violetten Robe mit den vier weißen, im Vierpass gestellten Winkeln als Priester des Thagoth zu erkennen gesellt sich zu ihnen um das bemerkenswerte Bauwerk zu erklären, an dem er als Architekt mitgearbeitet hat:
„Dieses ganze Tal, das Krangostal zwischen den Bergen im Machairas und im Ophis, beginnend mit den Pylonen und mit allen Wesen, Tieren und Pflanzen darin ist heilig. Seine Mitte ist der KRANGOS selber. Das Wort bedeutet, aus der silurischen Sprache übersetzt Ort des Glaubens. Er ist der Tempel aller Götter des Pantheons, das Zentrum der Religionen Silurs. Seine Kuppel ist über den Nebengebäuden weithin sichtbar. Das ist nur zum Teil der bemerkenswerten Höhe geschuldet. Tatsächlich steht die Halle auf einem Hügel der gute 30 Schritt über den Talboden aufragt und der sie zusätzlich über die Umgebung erhebt, so dass sie, trotz der umliegenden Gebäude im ganzen Tal sichtbar ist.“
„Sechs hohe Türme ragen rings um die Kuppel. Die besteht nicht aus Steinen sondern aus Gussmauerwerk, mit einem Zuschlag von leichtem Tuffstein. Um ihr Gewicht weiter zu reduzieren haben Magier und Priester sie von innen mit Kassetten ausgehöhlt, so dass sich leichte, dünne Deckenpartien mit dickeren, tragenden Stegen abwechseln. In diese wurden von außen umlaufende Ketten aus Eisen eingebettet, welche verhindern, dass der Druck der Masse des Mauerwerks die Kuppel sprengt. Anschließend wurden die Ketten von Magiern gespannt, indem ausgesuchte Glieder verkürzt wurden, so dass die gewaltige Kuppel vom Gleichgewicht des Drucks ihrer Masse und dem Zug der Ketten zusammengehalten wird.“
„Um die Fülle des Lichtes Chnums hinein zu lassen haben wir in der Mitte ein weites Deckenlicht, ein offenes Auge, ein Ocolus gelassen. So fliegen die Tauben Paranas, die Adler Dondras, die Raben Artans, die Falken Kandys und die Eulen Seekers ein und aus. Der alle Weile einfallende Regen Chnums trifft segnend den nackten Felsgrund Denas, tatsächlich das blanke Gestein des Hügels, den wir geglättet haben und der jetzt eine Fassaja, ein Ort des körperlichen Kontaktes mit der Erdgöttin bildet, groß genug für tausende Gläubige, deren Füße, gerne deren nackte Füße die Göttin selbst berühren. Ihr Körper ist uns der Boden Silurs, ja von ganz Myra.“
„Die Kuppel liegt im Schnittpunkt dreier Hauptschiffe, Langräumen zur Aufnahme der Gläubigenscharen, die über die Kuppel hinweg zu Chören verlängert sind, so dass sich, von der Mittel der Kuppel betrachtet, Schiff und Chor im Kreise abwechseln, in ihrer Gesamtheit die Rune Hagal zeichnend. Die Abschlüsse der Chöre sind polygonal gestaltet, die Schiffe aber flach geschlossen, mit riesigen Silurischen Fenstern an den Stirnseiten, eingefasst von jeweils zwei Türmen, welche die Baumassen stützen. Mit den sechs höheren Türmen rings um die Kuppel und den niedrigen am Abschluss der Schiffe zählt man insgesamt 12 Türme, je sechs für die Zahl der Haupt- und Nebenhimmelsrichtungen. Der KRANGOS ist universal gedacht. Niedrigere und schmalere Seitenschiffen begleiten Schiffe und Chöre, bieten Platz für die Ältäre und die Beter“
„Die Hänge des Hügels werden von ruhigen Gärten eingenommen, Treppen queren sie, führen hoch zur Heiligen Halle, vom Fuße des Hügels und den Nebengebäuden, den Refektorien, den Dormitorien, den Kapitelsälen, den Scriptorien die sich um drei große, sechseckige Plätze gruppieren, die den Hügel umgeben.“
Bei diesen Worten erreichen sie die breite Treppe, welche die Prachtstraße mit der Halle des Krangos verbindet. Yill Draggenhorn, eine zierliche Priesterin, deren hellblaue Robe ein weißer Ziegenkopf en face ziert entschuldigt sich. Die heilige Stunde der Dyana wird bald beginnen und ihr Wirken bei der Feier ist erforderlich. Sogar der gelehrte Elfenkönig Katuum muss einen Moment überlegen ehe er für Prinz Berendor diese wenig verehrte Göttin als Denaide und Mutter Orphals identifizieren kann.
Sie brechen früh auf. Yellu Barkan, der Priester der Chela in der grauen Robe mit der roten Schildkröte auf der Brust hält ein Astrolabium und misst alle Weile die Sonnenhöhe um anschließend die Gruppe anzutreiben oder zu Pausen aufzufordern. Dann erreichen sie das Ende der Pilgerstraße und den Eingang des Krangostales, zwei gewaltige Pylone, Pfeiler aus massivem Mauerwerk welche die Sphäre des Mundanen von der Sphäre des Spirituellen scheiden und doch weit auseinander stehen, um allem Gästen Einlass zu gewähren. Sie treffen zur rechten Zeit ein. Genau zwischen den Pylonen hindurch strahlt majestätisch die Sonne auf die Besucher nieder, ihnen zwischen den Schatten, welche die Pfeiler werfen einen Weg aus Licht ins heilige Tal bahnend.
Während sie das Schauspiel bewundern nimmt Vee Hunenoort, die weiß gewandete Priesterin der Dena mit dem ebenfalls weiß gekleideten Elfenkönig Katuum Prinz Berendor in seiner bunten Robe in die Mitte und führen den bunt gekleideten Zug an. Das gleißende Licht der Sonne blendet sie und Stille umgibt sie während die kühlen, finsteren Massen der Mauern links und recht von ihnen ragen.
Dann treten die Drei in die Freiheit eines weiten Hochtales. Die schirmgleichen Kronen hoher Bäume werfen Schatten, ihre Stämme rahmen den Blick auf die Halle des KRANGOS, die sich, gemauert aus weißem Marmor eine halbe Wegstunde vor ihnen erhebt. Ihnen zugewandt haben sich Pilger versammelt. Hinter ihnen tanzen die Priester des KRANGOS hervor, links und rechts, erneut das Bild einer bunt aufbrechende Knospe bildend, mit ihnen als Mitte.
Kein Zeremoniell wurde verabredet und so hebt erst Prinz Berendor, dann Vee und Katuum und schließlich alle Priester grüßend und segnend die Arme, lassen die Menge in Jubel ausbrechen.
Sie gehen der Menge voran, der Prachtstraße zum KRANGOS folgend. Tul Tonsberg, an seiner violetten Robe mit den vier weißen, im Vierpass gestellten Winkeln als Priester des Thagoth zu erkennen gesellt sich zu ihnen um das bemerkenswerte Bauwerk zu erklären, an dem er als Architekt mitgearbeitet hat:
„Dieses ganze Tal, das Krangostal zwischen den Bergen im Machairas und im Ophis, beginnend mit den Pylonen und mit allen Wesen, Tieren und Pflanzen darin ist heilig. Seine Mitte ist der KRANGOS selber. Das Wort bedeutet, aus der silurischen Sprache übersetzt Ort des Glaubens. Er ist der Tempel aller Götter des Pantheons, das Zentrum der Religionen Silurs. Seine Kuppel ist über den Nebengebäuden weithin sichtbar. Das ist nur zum Teil der bemerkenswerten Höhe geschuldet. Tatsächlich steht die Halle auf einem Hügel der gute 30 Schritt über den Talboden aufragt und der sie zusätzlich über die Umgebung erhebt, so dass sie, trotz der umliegenden Gebäude im ganzen Tal sichtbar ist.“
„Sechs hohe Türme ragen rings um die Kuppel. Die besteht nicht aus Steinen sondern aus Gussmauerwerk, mit einem Zuschlag von leichtem Tuffstein. Um ihr Gewicht weiter zu reduzieren haben Magier und Priester sie von innen mit Kassetten ausgehöhlt, so dass sich leichte, dünne Deckenpartien mit dickeren, tragenden Stegen abwechseln. In diese wurden von außen umlaufende Ketten aus Eisen eingebettet, welche verhindern, dass der Druck der Masse des Mauerwerks die Kuppel sprengt. Anschließend wurden die Ketten von Magiern gespannt, indem ausgesuchte Glieder verkürzt wurden, so dass die gewaltige Kuppel vom Gleichgewicht des Drucks ihrer Masse und dem Zug der Ketten zusammengehalten wird.“
„Um die Fülle des Lichtes Chnums hinein zu lassen haben wir in der Mitte ein weites Deckenlicht, ein offenes Auge, ein Ocolus gelassen. So fliegen die Tauben Paranas, die Adler Dondras, die Raben Artans, die Falken Kandys und die Eulen Seekers ein und aus. Der alle Weile einfallende Regen Chnums trifft segnend den nackten Felsgrund Denas, tatsächlich das blanke Gestein des Hügels, den wir geglättet haben und der jetzt eine Fassaja, ein Ort des körperlichen Kontaktes mit der Erdgöttin bildet, groß genug für tausende Gläubige, deren Füße, gerne deren nackte Füße die Göttin selbst berühren. Ihr Körper ist uns der Boden Silurs, ja von ganz Myra.“
„Die Kuppel liegt im Schnittpunkt dreier Hauptschiffe, Langräumen zur Aufnahme der Gläubigenscharen, die über die Kuppel hinweg zu Chören verlängert sind, so dass sich, von der Mittel der Kuppel betrachtet, Schiff und Chor im Kreise abwechseln, in ihrer Gesamtheit die Rune Hagal zeichnend. Die Abschlüsse der Chöre sind polygonal gestaltet, die Schiffe aber flach geschlossen, mit riesigen Silurischen Fenstern an den Stirnseiten, eingefasst von jeweils zwei Türmen, welche die Baumassen stützen. Mit den sechs höheren Türmen rings um die Kuppel und den niedrigen am Abschluss der Schiffe zählt man insgesamt 12 Türme, je sechs für die Zahl der Haupt- und Nebenhimmelsrichtungen. Der KRANGOS ist universal gedacht. Niedrigere und schmalere Seitenschiffen begleiten Schiffe und Chöre, bieten Platz für die Ältäre und die Beter“
„Die Hänge des Hügels werden von ruhigen Gärten eingenommen, Treppen queren sie, führen hoch zur Heiligen Halle, vom Fuße des Hügels und den Nebengebäuden, den Refektorien, den Dormitorien, den Kapitelsälen, den Scriptorien die sich um drei große, sechseckige Plätze gruppieren, die den Hügel umgeben.“
Bei diesen Worten erreichen sie die breite Treppe, welche die Prachtstraße mit der Halle des Krangos verbindet. Yill Draggenhorn, eine zierliche Priesterin, deren hellblaue Robe ein weißer Ziegenkopf en face ziert entschuldigt sich. Die heilige Stunde der Dyana wird bald beginnen und ihr Wirken bei der Feier ist erforderlich. Sogar der gelehrte Elfenkönig Katuum muss einen Moment überlegen ehe er für Prinz Berendor diese wenig verehrte Göttin als Denaide und Mutter Orphals identifizieren kann.
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Re: Kultur aus Silur
Im KRANGOS - Mitte des Adlermondes
Durch die weit offenstehenden Bronzetüren eines großen Portal betreten sie eines der drei Schiffe des KRANGOS. Die Wände leuchten. Große, farbige Silurische Fenster strahlen orange, filtern das Licht, färben Säulen und Mauern in der Farbe Anurs. In der Kühle des Tempels wärmt sein Feuer die Herzen.
Ein Miteinander leiser Stimmen füllt den Raum. Kleine Gruppen erschöpfte Pilger sitzen auf steinernen Bänken in den Seitenschiffen, Priester knien in Gruppen vor Altären und murmeln Gebete. Ein Großelternpaar entzündet vor der Statue eines sehr kriegerischen, mit einem Krummsäbel bewaffneten Anur gemeinsam mit den Enkeln eine Kerze. Vor einer Säule mit der Statue einer streng blickenden Kandy, auf deren Schulter sich ein lebendiger Falke niedergelassen hat sprechen zwei Frauen ein Wechselgebet und stehen dabei so bewegungslos und starr wie die steinerne Göttin selber.
Mit leisen Grüßen verabschieden sich die Priester von Katuum und Berendor. Deren erstes Ziel ist natürlich die Mitte der Kuppel. Hier treffen sich die drei Schiffe und die drei Apsiden. Die Fenster des zweiten Schiffes sind grün, die des dritten Schiffes blau eingefärbt und die grün und blau leuchten die weißen Wände im einfallenden Licht. Der zentrale Kuppelraum jedoch leuchtet weiß, im ungebrochenen Licht. das durch das offene Oculus fällt.
Ein einzelner Glockenschlag hallt durch die weite Tempelhalle. Yill Draggenhorn, Berendor und Katuum haben sie als Priesterin der Dyana kennengelernt, zieht durch eines der Schiffe zur Kuppel. Sie hat kein Gefolge, und so wird sie von einer Priesterin des Orphal und einem Priester der Jaffna eskortiert die ein Räucherwerk verbrennen, dessen Geruch wie Süßgras ist, die Süße des Zuckers und die Bitterkeit des Öles. Sie betritt eine Kanzel unter der sich wenige Gläubige versammelt haben. Ein zweiter Glockenschlag ertönt. Allen Personen im Krangos scheint das Signal vertraut, denn plötzlich herrscht in der Halle Schweigen. Dyana ist nur wenigen Silurern eigene Göttin, doch Achtung und Respekt gelten auch ihr, Achtung und Respekt auch ihren Betern und ihrer Priesterin. Yill Draggenhorn spricht von der Zuversicht als Gabe Dyanas für die verzweifelt Liebenden. „Ja svose“ bestätigen ihre Zuhörer.
Ihre Gläubigen zerstreuen sich. Berendor und Katuum folgen ihnen in eine der Apsiden. Hier ist die monumentale Statue der göttlichen Eltern Dena und Chnum aufgestellt. Ganz der Herrscher des Pantheons sitzt Chnum auf einem Thron. Doch er wirkt erschöpft, ausgelaugt von seinen Pflichten als Bringer der Ernten und Beschützer von Elfen und Menschen. Es ist Dena, die auf dem ehrenvollen Platze hinter ihm steht und ihn aufrichtet. Manchem Gläubigen des Chnum erscheint das Bildwerk blasphemisch, doch Berendor sagt leise zu Katuum. „Er erinnert mich an meinen Vater, den Kaiser, wenn er von der Mühe des Regierens erschöpft ist.“
Durch die Tempelhalle wandelnd sehen sie weitere Götterstatuen, Norto und Borgon im brüderlichen Ringkampf, der erste in sich ruhend, der zweite ungestüm angreifend. Anur und Pura, dargestellt als Sphingen, Anur mit Löwenleib und Männerkopf, neben ihm seine Zwillingsschwester Pura mit Tigerinleib und Frauenkopf. Von vielen besucht und den Pilgern besonders lieb ist die Gruppe der jungen Göttinnen, Grewia, Parana und Pura, hier in menschlichen Körpern abgebildet, wie sie miteinander tanzen.
Es wird dunkler in der Halle. Langsam schiebt sich eine schwere Gewitterwolke vor die Sonne, das Wetter Silurs ist wechselhaft. Berendor und Katuum stehen erneut unter der großen Kuppel.
Ein lauter Donnerschlag schreckt die Menschen auf. Eine Kaptess, mit ihrer Frauschaft um sich stehend hat, ganz gewiss aus Gewohnheit weiter Reisen, durch das Oculus den Himmel im Auge behalten und ruft mit einer Stimme, geschult an Deck den Sturm zu übertönen begeistert: „Dondra ist bei uns.“ „Ja svose“, brüllt ihre Frauschaft die traditionelle Antwort.
Auch ein junger Druide in Begleitung einer Paderkatze blickt zum Himmel: „Chnum wird segnen“, sagt er, mit der Gewissheit eines Mannes, dem Magie das kommende Wetter verrät. Mit diesen Worten legt er sich auf den blanken Boden unter der Kuppel. Sein Parder hockt sich neben ihn. Gläubige und Pilger und Priester strömen zusammen, tun es ihm gleich, legen sich auf den Rücken, das Gesicht dem Himmel Chnums zugewandt oder auf den Bauch, eine Wange an den Leib Denas geschmiegt. So erwarten sie den Segen Chnums, Silurer im Blau und Beige ihrer Tracht, zwischen ihnen bunte Tupfer, die Roben der Priester, das Rot Artans, das Orange Anurs, das Gelb der Frühlingsblüten Jaffnas, das lichte Blau von Pura und Norytton, das Grün der Reben Orphals, die wechselnd schwarzen und weißen Streifen Zamnaits. Zwischen ihnen, klein unter den Göttern und ihnen doch in der Gemeinschaft der Gläubigen gleichberechtigt liegen Berendor und Katuum.
Eine Böe treibt durch die Deckenöffnung schwere Regentropfen auf sie hinab, Segen Chnums auf den Leib Denas, Fruchtbarkeit für Myra und alles was auf ihr wächst und wallt.
Minuten später schon hat der Wind die Wolken auseinander geblasen. Hilfspriester bringen Tücher, dass sich die Gläubigen Gesicht und Haare trocknen können. Nach und nach verteilt sich die Menge.
Berendor und Katuum werden von Vee Hunenort, der Priesterin der Dena gefunden und zur Übernachtung in Ehrenquartiere des Tempels geführt, vorgesehen für Höchstpriester und Herrscher.
Priesterinnen und Priester aller einundzwanzig Götter und Göttinnen wollen ihre Religionen dem hochgeachteten Elfenkönig Katuum und dem kommenden Kaiser Karcanons präsentieren und ihre Aufmerksamkeit erringen und so sprechen sie von der Kanzel unter der großen Kuppel des Krangos zu den bedeutenden Besuchern und den gewöhnlichen Pilgern. Die Redezeiten sind unter der Aufsicht von Tillmanja Trannoy, der Priesterin der Pura ausgelost worden.
Ganz sicher hätten die Priesterscharen Monate und Jahre geredet. Doch schon nach drei Tagen trifft eine Delegation der Traumritter aus der Schule des Ordens vom Weißen Kreuz ein. Sie wollen Katuum und Berendor zum Traumritterstützpunkt in Orsos und weiter zu dessen Grafschaft Vrenschild eskortieren.
Zuvor empfangen sie die einundzwanzig Segen der Götter des Pantheons, wie man sie vielleicht nur hier im Krangos empfangen kann. Die Priester in ihren bunten Roben wünschen ihnen das Heim Denas und die Fruchtbarkeit Chnums, die Stärke Borgons und den Wohlstand Nortos, das Glück Glück Puras und die ewige Heimat Anurs, den Frieden Paranas und all die guten Dinge, die mit der Verehrung der Einundzwanzig einher gehen.
Durch die weit offenstehenden Bronzetüren eines großen Portal betreten sie eines der drei Schiffe des KRANGOS. Die Wände leuchten. Große, farbige Silurische Fenster strahlen orange, filtern das Licht, färben Säulen und Mauern in der Farbe Anurs. In der Kühle des Tempels wärmt sein Feuer die Herzen.
Ein Miteinander leiser Stimmen füllt den Raum. Kleine Gruppen erschöpfte Pilger sitzen auf steinernen Bänken in den Seitenschiffen, Priester knien in Gruppen vor Altären und murmeln Gebete. Ein Großelternpaar entzündet vor der Statue eines sehr kriegerischen, mit einem Krummsäbel bewaffneten Anur gemeinsam mit den Enkeln eine Kerze. Vor einer Säule mit der Statue einer streng blickenden Kandy, auf deren Schulter sich ein lebendiger Falke niedergelassen hat sprechen zwei Frauen ein Wechselgebet und stehen dabei so bewegungslos und starr wie die steinerne Göttin selber.
Mit leisen Grüßen verabschieden sich die Priester von Katuum und Berendor. Deren erstes Ziel ist natürlich die Mitte der Kuppel. Hier treffen sich die drei Schiffe und die drei Apsiden. Die Fenster des zweiten Schiffes sind grün, die des dritten Schiffes blau eingefärbt und die grün und blau leuchten die weißen Wände im einfallenden Licht. Der zentrale Kuppelraum jedoch leuchtet weiß, im ungebrochenen Licht. das durch das offene Oculus fällt.
Ein einzelner Glockenschlag hallt durch die weite Tempelhalle. Yill Draggenhorn, Berendor und Katuum haben sie als Priesterin der Dyana kennengelernt, zieht durch eines der Schiffe zur Kuppel. Sie hat kein Gefolge, und so wird sie von einer Priesterin des Orphal und einem Priester der Jaffna eskortiert die ein Räucherwerk verbrennen, dessen Geruch wie Süßgras ist, die Süße des Zuckers und die Bitterkeit des Öles. Sie betritt eine Kanzel unter der sich wenige Gläubige versammelt haben. Ein zweiter Glockenschlag ertönt. Allen Personen im Krangos scheint das Signal vertraut, denn plötzlich herrscht in der Halle Schweigen. Dyana ist nur wenigen Silurern eigene Göttin, doch Achtung und Respekt gelten auch ihr, Achtung und Respekt auch ihren Betern und ihrer Priesterin. Yill Draggenhorn spricht von der Zuversicht als Gabe Dyanas für die verzweifelt Liebenden. „Ja svose“ bestätigen ihre Zuhörer.
Ihre Gläubigen zerstreuen sich. Berendor und Katuum folgen ihnen in eine der Apsiden. Hier ist die monumentale Statue der göttlichen Eltern Dena und Chnum aufgestellt. Ganz der Herrscher des Pantheons sitzt Chnum auf einem Thron. Doch er wirkt erschöpft, ausgelaugt von seinen Pflichten als Bringer der Ernten und Beschützer von Elfen und Menschen. Es ist Dena, die auf dem ehrenvollen Platze hinter ihm steht und ihn aufrichtet. Manchem Gläubigen des Chnum erscheint das Bildwerk blasphemisch, doch Berendor sagt leise zu Katuum. „Er erinnert mich an meinen Vater, den Kaiser, wenn er von der Mühe des Regierens erschöpft ist.“
Durch die Tempelhalle wandelnd sehen sie weitere Götterstatuen, Norto und Borgon im brüderlichen Ringkampf, der erste in sich ruhend, der zweite ungestüm angreifend. Anur und Pura, dargestellt als Sphingen, Anur mit Löwenleib und Männerkopf, neben ihm seine Zwillingsschwester Pura mit Tigerinleib und Frauenkopf. Von vielen besucht und den Pilgern besonders lieb ist die Gruppe der jungen Göttinnen, Grewia, Parana und Pura, hier in menschlichen Körpern abgebildet, wie sie miteinander tanzen.
Es wird dunkler in der Halle. Langsam schiebt sich eine schwere Gewitterwolke vor die Sonne, das Wetter Silurs ist wechselhaft. Berendor und Katuum stehen erneut unter der großen Kuppel.
Ein lauter Donnerschlag schreckt die Menschen auf. Eine Kaptess, mit ihrer Frauschaft um sich stehend hat, ganz gewiss aus Gewohnheit weiter Reisen, durch das Oculus den Himmel im Auge behalten und ruft mit einer Stimme, geschult an Deck den Sturm zu übertönen begeistert: „Dondra ist bei uns.“ „Ja svose“, brüllt ihre Frauschaft die traditionelle Antwort.
Auch ein junger Druide in Begleitung einer Paderkatze blickt zum Himmel: „Chnum wird segnen“, sagt er, mit der Gewissheit eines Mannes, dem Magie das kommende Wetter verrät. Mit diesen Worten legt er sich auf den blanken Boden unter der Kuppel. Sein Parder hockt sich neben ihn. Gläubige und Pilger und Priester strömen zusammen, tun es ihm gleich, legen sich auf den Rücken, das Gesicht dem Himmel Chnums zugewandt oder auf den Bauch, eine Wange an den Leib Denas geschmiegt. So erwarten sie den Segen Chnums, Silurer im Blau und Beige ihrer Tracht, zwischen ihnen bunte Tupfer, die Roben der Priester, das Rot Artans, das Orange Anurs, das Gelb der Frühlingsblüten Jaffnas, das lichte Blau von Pura und Norytton, das Grün der Reben Orphals, die wechselnd schwarzen und weißen Streifen Zamnaits. Zwischen ihnen, klein unter den Göttern und ihnen doch in der Gemeinschaft der Gläubigen gleichberechtigt liegen Berendor und Katuum.
Eine Böe treibt durch die Deckenöffnung schwere Regentropfen auf sie hinab, Segen Chnums auf den Leib Denas, Fruchtbarkeit für Myra und alles was auf ihr wächst und wallt.
Minuten später schon hat der Wind die Wolken auseinander geblasen. Hilfspriester bringen Tücher, dass sich die Gläubigen Gesicht und Haare trocknen können. Nach und nach verteilt sich die Menge.
Berendor und Katuum werden von Vee Hunenort, der Priesterin der Dena gefunden und zur Übernachtung in Ehrenquartiere des Tempels geführt, vorgesehen für Höchstpriester und Herrscher.
Priesterinnen und Priester aller einundzwanzig Götter und Göttinnen wollen ihre Religionen dem hochgeachteten Elfenkönig Katuum und dem kommenden Kaiser Karcanons präsentieren und ihre Aufmerksamkeit erringen und so sprechen sie von der Kanzel unter der großen Kuppel des Krangos zu den bedeutenden Besuchern und den gewöhnlichen Pilgern. Die Redezeiten sind unter der Aufsicht von Tillmanja Trannoy, der Priesterin der Pura ausgelost worden.
Ganz sicher hätten die Priesterscharen Monate und Jahre geredet. Doch schon nach drei Tagen trifft eine Delegation der Traumritter aus der Schule des Ordens vom Weißen Kreuz ein. Sie wollen Katuum und Berendor zum Traumritterstützpunkt in Orsos und weiter zu dessen Grafschaft Vrenschild eskortieren.
Zuvor empfangen sie die einundzwanzig Segen der Götter des Pantheons, wie man sie vielleicht nur hier im Krangos empfangen kann. Die Priester in ihren bunten Roben wünschen ihnen das Heim Denas und die Fruchtbarkeit Chnums, die Stärke Borgons und den Wohlstand Nortos, das Glück Glück Puras und die ewige Heimat Anurs, den Frieden Paranas und all die guten Dinge, die mit der Verehrung der Einundzwanzig einher gehen.
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Re: Kultur aus Silur
In Morossos - Ende des Adlermondes
Acht Traumritter begleiten Prinz Berendor und König Katuum durch das Gebirgsland Morossos. Dessen Machairas besteht aus einer weiten, kahlen, kalten, windgepeitschten Hochebene mit tiefen, schüsselförmigen Tälern, darunter das Bruchtal und das Erztal als größten. Die Täler der Ophishälfte hingegen sind wannenförmig, ausgeschoben von Gletschern oder oder kerbförmig, eingetieft von Wasserläufen. Hier liegt auch die Ordenburg des Weißen Kreuzes der Traumritter über dem Dorf Orsos und Vrenschild, die Grafschaft von Prinz Berendor rings um das Dorf Bresos. Es gibt keinen direkten Weg vom Krangostal nach Vrenschild. Man muss hoch hinauf auf die Gebirgsebene und dann wieder hinab ins Bresostal. Die Traumritter haben für die Gäste Silurs warme Kleidung mitgebracht, dass sie in der Kälte des gefährlichen Gebirgslandes nicht erfrieren.
Es sind Ziegenpfade, auf denen die Ritter mit den Gästen Silurs den Lychnoshang des Tales mit dem Tempel erklimmen. Bis sie die Burg erreichen werden sie keine Siedlung mehr sehen. Nachts wird ein Zelt, mühsam von den Rittern mitgeführt zur Bequemlichkeit von Berendor und Katuum aufgestellt, während die Begleiter eingerollt in ihre Umhänge Schlafen. Am Abend des zweiten Tages erreichen sie das Hochgebirge. Die Luft ist dünn und das Atmen fällt sogar Norje, Freiin von Tobschall, der zähen Ritterin der Kandy schwer. Estel Eisendraht, der Traumritter des Seeker der die Gruppe anführt ordnet in kurzen Abständen Erholungspausen an. Immer wieder konzentriert er sich um die Richtung zu bestimmen.
Die Gebirgsebene ist tückisch, ein unübersichtliches Chaos großer Felstrümmer. Der durchdringende Wind von Ophis bläst Schnee vor sich her und treibt den Reisenden winzige Eiskristalle in die Augen. Die Steinmänner, mit denen der Weg markiert ist sind schwer zu finden. Der Boden ist trotz des Sommers vereist, ja vergletschert. Wechten verdecken tückische Steilhänge und oft kaum mannsgroße, senkrechte Löcher im Boden, geeignet einen Menschen zu verschlingen und tief stürzen zu lassen.
Obwohl Estel Eisendraht einen dünnen Stab benutzt um den Schnee vor sich zu sondieren verliert er plötzlich den Halt, bricht durch den Schnee, rutscht ab und stürzt in einen engen Schacht. Glücklicherweise kann er seine Beine zwischen die Wände stemmen dass er nicht tief fällt, doch er ist eingeklemmt und kann nicht zurückklettern. Schon holt Norje, die Freiin von Tobschall ein Seil aus ihrem Rucksack, dass sich Estel festknotet, damit man ihn aus dem Schacht ziehen kann. Doch Katuum, immerhin Hofmagier des Kaisers hat einen Zauber vorbereitet. Aus einem Klumpen Lehm knetet er eine Wendeltreppe und formt mit einem Zauber den Stein um den unglücklichen Estel, dass er frei kommt und ihm Stufen entstehen, die er emporsteigen kann.
Acht Traumritter begleiten Prinz Berendor und König Katuum durch das Gebirgsland Morossos. Dessen Machairas besteht aus einer weiten, kahlen, kalten, windgepeitschten Hochebene mit tiefen, schüsselförmigen Tälern, darunter das Bruchtal und das Erztal als größten. Die Täler der Ophishälfte hingegen sind wannenförmig, ausgeschoben von Gletschern oder oder kerbförmig, eingetieft von Wasserläufen. Hier liegt auch die Ordenburg des Weißen Kreuzes der Traumritter über dem Dorf Orsos und Vrenschild, die Grafschaft von Prinz Berendor rings um das Dorf Bresos. Es gibt keinen direkten Weg vom Krangostal nach Vrenschild. Man muss hoch hinauf auf die Gebirgsebene und dann wieder hinab ins Bresostal. Die Traumritter haben für die Gäste Silurs warme Kleidung mitgebracht, dass sie in der Kälte des gefährlichen Gebirgslandes nicht erfrieren.
Es sind Ziegenpfade, auf denen die Ritter mit den Gästen Silurs den Lychnoshang des Tales mit dem Tempel erklimmen. Bis sie die Burg erreichen werden sie keine Siedlung mehr sehen. Nachts wird ein Zelt, mühsam von den Rittern mitgeführt zur Bequemlichkeit von Berendor und Katuum aufgestellt, während die Begleiter eingerollt in ihre Umhänge Schlafen. Am Abend des zweiten Tages erreichen sie das Hochgebirge. Die Luft ist dünn und das Atmen fällt sogar Norje, Freiin von Tobschall, der zähen Ritterin der Kandy schwer. Estel Eisendraht, der Traumritter des Seeker der die Gruppe anführt ordnet in kurzen Abständen Erholungspausen an. Immer wieder konzentriert er sich um die Richtung zu bestimmen.
Die Gebirgsebene ist tückisch, ein unübersichtliches Chaos großer Felstrümmer. Der durchdringende Wind von Ophis bläst Schnee vor sich her und treibt den Reisenden winzige Eiskristalle in die Augen. Die Steinmänner, mit denen der Weg markiert ist sind schwer zu finden. Der Boden ist trotz des Sommers vereist, ja vergletschert. Wechten verdecken tückische Steilhänge und oft kaum mannsgroße, senkrechte Löcher im Boden, geeignet einen Menschen zu verschlingen und tief stürzen zu lassen.
Obwohl Estel Eisendraht einen dünnen Stab benutzt um den Schnee vor sich zu sondieren verliert er plötzlich den Halt, bricht durch den Schnee, rutscht ab und stürzt in einen engen Schacht. Glücklicherweise kann er seine Beine zwischen die Wände stemmen dass er nicht tief fällt, doch er ist eingeklemmt und kann nicht zurückklettern. Schon holt Norje, die Freiin von Tobschall ein Seil aus ihrem Rucksack, dass sich Estel festknotet, damit man ihn aus dem Schacht ziehen kann. Doch Katuum, immerhin Hofmagier des Kaisers hat einen Zauber vorbereitet. Aus einem Klumpen Lehm knetet er eine Wendeltreppe und formt mit einem Zauber den Stein um den unglücklichen Estel, dass er frei kommt und ihm Stufen entstehen, die er emporsteigen kann.
- Gwynn
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Re: Kultur aus Silur
Wollte nur erwähnen, dass ich gespannt bin wie es weitergeht.
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Re: Kultur aus Silur
Ich habe ja lange vorgearbeitet, ehe ich begonnen habe hier zu veröffentlichen. So fehlt auch nur noch "Dorim und Reiji von Silur in Belfalas - Mitte des Katzenmondes" das allerdings geteilt werden könnte, weil es recht lang wird und
"Die Magierakademie ALMAKAN - Ende des Katzenmondes". Das angesprochene Spiel "Reise zum Bel- Arad" sollte noch integriert werden und auch Irene Sedrin Weideglück, die von Katuum eingeführt worden ist. Natürlich muss alles noch wieder + wieder überarbeitet werden. Spannung allerdings ist nun, bezogen auf diesen Kulturtext ein eigenartiges Wort, es ist ja vor allem eine Reise durch Silur, zwischen Ankunft und Abreise, mit touristischen Höhepunkten unterwegs, Selbstdarstellung Silurs, Abbildung meiner Idee von Silur und Einführung von Dingen, die mir unterwegs eingefallen sind. Vielen Dank (sagt vor den Resten der Mauern des entfestigten Belfalas) Dorim, für die Gelegenheit Berendor lehren und prägen zu dürfen.
"Die Magierakademie ALMAKAN - Ende des Katzenmondes". Das angesprochene Spiel "Reise zum Bel- Arad" sollte noch integriert werden und auch Irene Sedrin Weideglück, die von Katuum eingeführt worden ist. Natürlich muss alles noch wieder + wieder überarbeitet werden. Spannung allerdings ist nun, bezogen auf diesen Kulturtext ein eigenartiges Wort, es ist ja vor allem eine Reise durch Silur, zwischen Ankunft und Abreise, mit touristischen Höhepunkten unterwegs, Selbstdarstellung Silurs, Abbildung meiner Idee von Silur und Einführung von Dingen, die mir unterwegs eingefallen sind. Vielen Dank (sagt vor den Resten der Mauern des entfestigten Belfalas) Dorim, für die Gelegenheit Berendor lehren und prägen zu dürfen.